Verein soll erst alle Kosten vorlegen

Bei der Gemeinde hat die 32 Aktive zählende Wehr nun ein solches Fahrzeug beantragt. In der Bürgersprechzeit der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte Kommandant Michael Pezolt die Notwendigkeit. „Der bisherige Bus wurde bei Einsätzen, aber auch für den Feuerwehrverein eingesetzt“, sagte er. Bei den Einsätzen habe es sich meist um die Beseitigung von Ölspuren, Verkehrsabsicherungen oder Erste-Hilfe-Leistungen gehandelt. In erster Linie diene der Bus zum Transport der Feuerwehrleute im Einsatzfall oder bei Übungen. „Nachdem im vorhandenen Tragkraftspritzenfahrzeug nur fünf Sitzplätze sind, kann die Benutzung des Mannschaftsbusses vermeiden, dass Privatautos eingesetzt werden müssen“, so Pezolt. Man schlage deshalb vor, ein gut erhaltenes Gebrauchtfahrzeug anzuschaffen, der Verein würde sich daran auch finanziell beteiligen. Man schätze die Anschaffungskosten auf 10 000 bis 12 000 Euro. Für den bisherigen Bus würde man noch etwa 3000 Euro bekommen.

Funk und Blaulicht muss sein

Bürgermeister Hans Freiberger sagte, ein Mannschaftsbus brauche Funk und Blaulicht. Kaufe müsse aber der Verein das Fahrzeug, unterhalten würde ihn dann die Gemeinde. „Wenn die Kommune den Bus kauft, ist das eine freiwillige Leistung“, betonte er. Im Hinblick auf die Reifen, sagte er, dass die Feuerwehr nicht bemerkt habe, dass diese schon 13 Jahre alt sind und unbedingt erneuert werden müssen. „Sonst melde ich den Bus ab“, so Freiberger. Für die Funkausstattung sei die Gemeinde zuständig. Im Gremium tauche immer wieder das Argument auf, Prebitz sei eine arme Gemeinde, einsatztechnisch brauche man das Fahrzeug aber nicht. „Und was machen wir, wenn die anderen Wehren auch welche wollen?“, fragte er. Der Bürgermeister plädierte dafür, den bisherigen Bus zu verkaufen und das Geld in einen neuen zu stecken. „Den Rest muss der Verein selber zahlen“, sagte er.

Sind zweitgrößte Wehr der Gemeinde

„Wir brauchen den Bus“, unterstrich Helmut Pezolt, Gemeinderat und Mitglied der Wehr. „Wir sind die zweitgrößte Feuerwehr der Gemeinde“, sagte er. Wenn man sehe, was alles für die Kameraden in Engelmannsreuth gemacht werde, dann müsse für Funkendorf auch etwas da sein. „Die Gemeinde macht den Umbau und gibt 7000 Euro Zuschuss dazu“, schlug er vor.

Für einen zehnprozentigen Zuschuss – so wie es ihn auch für andere Vereine gibt – sprach sich Dieter Rodler aus. Auch Klaus Gräbner sah das so und appellierte, erst alle anfallenden Kosten zu ermitteln, bevor eine Entscheidung getroffen werde. Günther Raimund wollte wissen, was finanziell noch für die Ausstattung mit Funk dazu käme? „Wir müssen nur den Funk aus dem alten Fahrzeug herausnehmen und in den neuen Bus installieren“, entgegnete Pezolt.

Fixe Förderung durch die Gemeinde?

Horst Hufnagel wollte wissen, wie viel der Verein bereit wäre, dazuzusteuern. Und Stefan Ritter sprach sich dafür aus, eine fixe Förderung vonseiten der Gemeinde festzulegen. „Sonst können wir nicht planen“, so Ritter. Unterstützung erhielt er hier von Rodler, der sich für ein einheitliches Konzept für alle Wehren der Gemeinde aussprach, was eine Förderung angeht. „Dann machen Investitionen mehr Sinn“, so Rodler. Man könne nicht einfach eine Summe in den Raum stellen, erst müssten alle Zahlen ermittelt werden.

Der Gemeinderat verständigte sich abschließend auf diese Vorgehensweise. Es soll ein detailliertes Konzept vom Feuerwehrverein dem Gremium vor einer Entscheidung vorgelegt werden.

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