Uraufführung: Komödie von Uwe Hoppe

In das Stück sei vieles eingeflossen, was derzeit in und um Bayreuth über die Festspiele geredet wird. „Alles fürchterlich. Man kommt da eh nicht rein. Früher war alles besser.“ Hoppe lässt in seinem Stück zwei Gruppen aufeinandertreffen. Zum einen: Völlig unbedarfte, junge Menschen, die sich mit Witz, Vergnügen und neuen Ideen in Wagners wirkmächtiges Werk stürzen wollen. Zum anderen: Alt-Bayreuther Wagner-Ruinen, die in dem Wahn durchs Leben wandeln, dass alleine sie das Weltwissen um des Meisters Werk mit Löffeln gefressen haben.

Der Konflikt ist programmiert. Doch Jung und Alt kommen ins Gespräch, führen den Disput und nähern sich einander an, um sich am Ende gemeinsam auf einer höheren Ebene der Erkenntnis zu treffen. „Beide überzeugen sich gegenseitig“, verrät Uwe Hoppe vorab im Gespräch mit dem Kurier.

Schräg, böse, bissig

Sein neues Stück bietet einen Parforceritt durch die Geschichte der Bayreuther Festspiele mit Anspielungen auf die aktuelle Situation am Grünen Hügel. Hauptsächlich fanden Elemente aus dem „Ring des Nibelungen“ und „Parsifal“ Eingang in Hoppes Komödie. Ob das Ganze zu einer Abrechnung gerät, wird sich zeigen. Jedenfalls soll es witzig, schräg, böse und bissig werden, wie die Macher der Studiobühne mitteilen.

Und wie steht Uwe Hoppe selbst zu Richard Wagner? „Ich bin kein Wagnerianer. Ich bin ein Bewunderer seiner Werke.“ Und er schöpft aus Ihnen und alldem, was sich jeden Sommer um den Grünen Hügel in Bayreuth abspielt. Drei bis vier Jahre Vorbereitungszeit sind der Uraufführung vorangegangen. Die Besucher erwartet eine zweieinhalbstündige Aufführung, inklusive einer Pause. roko

Nicht bewertet

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