Update für das ehemalige Burgtheater

Einiges hat sich am ehemaligen Burgtheater geändert, seit es 1974 in den Besitz des Unternehmens Thomas Filmtheater aus Bayreuth überging. „Einige Jahre später ist ein Raucher-Kino-Saal eröffnet worden, so dass das Kino nun über vier Säle verfügte. Am Treppenaufgang zum Saal war eine zusätzliche Theke gebaut worden und die Leute konnten an ihren Plätzen im Kino klingeln. Eine Bedienung ging dann auf ihre Wünsche ein, brachte Würstchen und Bier. Damit wurden richtig Umsätze gemacht“, erinnert sich der stellvertretende Theaterleiter Werner Kampe. Diverse Maßnahmen wurden in den folgenden Jahren umgesetzt. Im Jahr 2006 erhielt das Gebäude in einer sechsmonatigen Bauzeit seine jetzige prägnante Glasfassade.

An mehreren Tagen waren in der letzten Zeit diverse Vorbereitungsmaßnahmen durchgeführt worden, bevor es am Montag richtig los ging. „Da fanden die Hardcore-Abrissarbeiten statt“, sagt Kampe. Laut Gruber erfolgte der Abbau der bisherigen Theke, der Sitzbänke, aller Rigipsteile und der Vorbauten, Wände wurden aufgebrochen, die alte Elektroinstallation und die Beleuchtung entfernt. „Das gesamte Foyer wurde bis auf die Grundmauern entkernt“, erläutert Gruber.

Service wird deutlich verbessert

„Die Theke entsteht nun neu zentral am Eingang mit insgesamt drei Kassenplätzen. An jedem können sowohl die Tickets als auch die Verpflegung, Getränke und Snacks, gekauft werden, so dass sich die Kunden nicht wie bisher zwei Mal anstellen müssen. Bei großem Andrang kann eine Kasse auch extra für die Leute reserviert werden, die ihre Tickets im Internet gekauft haben, die noch abgescannt werden müssen. Das Ganze stellt eine erhebliche Verbesserung des Services dar“, sagt Gruber. Da die Sitzbank, die sich beim Eintreten auf der linken Seite befand, nicht mehr vorhanden ist, erscheint das gesamte Foyer jetzt wesentlich offener und freizügiger und bieten den Besuchern mehr Raum. „Bisher war es doch sehr beengt und hatte einen Wartehallencharakter. Der Popcorn-Automat befindet sich zukünftig an zentraler Stelle, so dass die Leute sehen können, dass wir unser Popcorn auch tatsächlich frisch zubereiten“, ergänzt Kampe. Wo sich früher die Theke befand, entsteht ein Lounge-Bereich mit exklusiven Lounge-Möbeln. Das neue Konzept mit hellen und freundlichen Farben gibt dem Foyer eine gleichermaßen moderne wie gemütliche Note. Weiterhin enthält das Foyer eine neue Be- und Entlüftungsanlage.

Im Eingangsbereich vor dem Foyer, in dem sich der Treppenaufgang befindet, sind zwei neue Lagerräume entstanden, durch die eine bessere und schnellere Versorgung der Theke gewährleistet ist, was bei großem Andrang wichtig sein kann. Die beiden Treppenaufgänge in den ersten Stock, die zum Kinosaal eins beziehungsweise zu den Toiletten führen, werden renoviert und erhalten andere Bodenbeläge sowie einen neuen Anstrich. Die Toiletten und deren Vorraum werden ebenfalls neu gestaltet.

Neue Lautsprecher in allen Sälen

Alle vier Kinosäle erhalten neue Lautsprecher, Kino zwei zudem eine komplett neue Tonanlage in Dolby 7.1. Kino drei wird zum 3-D-Saal umgebaut, erhält eine neue Leinwand und eine höhere Lichtleistung des Projektors, so dass in Zukunft in allen Sälen 3-D-Filme vorgeführt werden können. „Am 30. Juni sind alle Maßnahmen abgeschlossen und ab 17 Uhr können unsere Besucher unser neues Foyer begutachten“, sagt Gruber. Die Neugestaltung ermöglicht seinen Worten zufolge eine bessere Plattform für die diversen Aktionen im Cineplex. „Jeden Dienstag haben wir ja unsere Sneak, bei der die Besucher in einer Preview zu einem Sonderpreis einen Film sehen können, wobei sie allerdings vorher nicht wissen, welcher Film läuft. Am 28. Juni läuft im Rahmen unserer Reihe ‚Ladies First‘, in der immer spezielle Filme für Frauen gezeigt werden, ‚Girls‘ night out‘. Und beim Pendant für die Männer mit dem Titel ‚Echte Kerle‘ laufen meist Action-Filme“, zählt Werner Kampe die Angebote auf.

Die beiden Theaterleiter danken den Kinogängern für ihr Verständnis dafür, dass es durch die Renovierungsmaßnahmen zu Beeinträchtigungen kommt. Aber schließlich muss der Kinobetrieb weiterlaufen. „Dafür haben sie aber bald ein umso schöneres Cineplex“, verspricht Gruber.

Nicht bewertet

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