Uni steigert DFG-Fördermittel deutlich

Dies ist im Vergleich mit dem Zeitraum 2008 bis 2010, als die Universität Bayreuth DFG-Fördermittel in Höhe von insgesamt 51,4 Mio. Euro einwerben konnte, eine Steigerung um rund 24 Prozent, wie einer Pressemitteilung der Uni zu entnehmen ist. Noch deutlicher fällt der Vergleich mit dem Zeitraum 2005 bis 2007 aus, als sich die Fördersumme noch auf 44,3 Mio. Euro belief. Der Universität Bayreuth ist seitdem eine Steigerung um rund 44 Prozent gelungen.

„Dieses Ergebnis ist ein großer Erfolg, der die Forschungsstärke unserer vergleichsweise kleinen Campusuniversität sichtbar macht“, erklärt Universitätspräsident Stefan Leible. „Dabei ist zu ergänzen, dass darüber hinaus eine wachsende Zahl von Bayreuther Forschungsprojekten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Europäische Union finanziert wird.“

Für jede der vier großen fächerübergreifenden Kategorien Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften hat die DFG eine Liste der „Top 40“ veröffentlicht, in der jeweils diejenigen vierzig Hochschulen aufgeführt sind, die von der DFG die meisten Forschungsmittel erhalten haben. Hier ist die Universität Bayreuth in allen Kategorien vertreten. Ausdrücklich hebt die Deutsche Forschungsgemeinschaft hervor, dass die Universität Bayreuth zu den „fachlich diversifizierenden Universitäten“ zählt – also zu denjenigen Hochschulen in Deutschland, die sich durch ein sehr breit aufgestelltes Fächerspektrum auszeichnen.

Forschungsgelder auch im Verhältnis zu anderen Faktoren

Der neue Forschungsatlas beschränkt sich aber nicht darauf, lediglich die absolute Höhe der Fördermittel zu nennen. Die DFG setzt die von ihr vergebenen Forschungsgelder auch ins Verhältnis zur Anzahl der Wissenschaftler, die an der jeweiligen Hochschule beschäftigt sind. Dann wird sichtbar, dass es der Universität Bayreuth gelingt, ihre fachliche Breite mit Forschungsleistungen zu verbinden: So erzielt die Universität Bayreuth in der Kategorie Lebenswissenschaften den Platz vier unter allen deutschen Hochschulen, und in den Naturwissenschafte und „Ingenieurwissenschaften zählt sie jeweils zu den 20 besten.

Weitere Analysen machen deutlich, in welchen Fachgebieten und Forschungszweigen es der Universität Bayreuth gelingt, bis in die Spitzengruppen der von der DFG geförderten Universitäten vorzudringen. Im Forschungsfeld „Molekülchemie“ liegt sie bundesweit auf Platz drei – insbesondere deshalb, weil der im Profilfeld „Polymer- und Kolloidforschung“ verankerte DFG-Sonderforschungsbereich 840 „Von partikulären Nanosystemen zur Mesotechnologie“ zu den Highlights der Bayreuther Chemie zählt. Dank ihrer vielfältigen geowissenschaftlichen Forschungsaktivitäten, die sich beispielsweise von afrikanischen Klimazonen bis zum mitteleuropäischen Vulkanismus erstreckt, kommt die Universität Bayreuth in der „Geographie“ ebenfalls auf Platz drei.

Die Afrikaforschung ist ein jahrzehntelanger Schwerpunkt der Universität Bayreuth im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Daher gehört sie im Forschungsfeld „Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Sozial- und Kulturanthropologie, Judaistik und Religionswissenschaft“ mit einem 4. Platz zu den forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Seit 2008 wird die Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS) im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Ein bedeutendes sozialwissenschaftliches Forschungsfeld sind an der Universität Bayreuth auch die Rechtswissenschaften: Hier gehört sie mit Platz sieben zu den Top Ten in Deutschland.

Die hohe Internationalisierung der Universität Bayreuth kommt darin zum Ausdruck, dass sie bei ausländischen Studierenden und Forschenden, die im Bereich der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert werden, ausgesprochen begehrt ist. Sie zählt in diesem Bereich laut DFG-Förderatlas zu den 20 deutschen Hochschulen mit den meisten DAAD-Stipendiaten.

 

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