Universität Bayreuth gewinnt Fördergelder für drei neue Professorinnen

Durch das Professorinnen-Programm des Bundesforschungsministeriums werden bereits seit 2010 zwei Professorinnen der Bayreuther Hochschule gefördert. Ziel des Programms ist es, den Anteil von Frauen an deutschen Hochschulen gezielt zu steigern.

Wie steht es um die Karrierechancen für Frauen an der Universität Bayreuth? Der Professorinnenanteil hier hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Im Jahr 2002 lag er bei 5,5 Prozent, Ende 2012 besetzten 36 Frauen und 179 Männer eine Professur. Damit lag der Frauenanteil bei 16,7 Prozent. Innerhalb Bayerns besetzt Bayreuth damit einen Mittelwert.

Die Zahlen stammen aus dem Bericht der Universitätsfrauenbeauftragten Gabriele Obermaier. Dass die Hochschule das Thema Chancengleichheit überaus ernst nimmt, zeigt die Einrichtung einer entsprechenden Stabsabteilung, deren Leiterin Miriam Bauch ist. Die Arbeit der Abteilung gliedert sich in drei große Bereiche: Coaching und Mentoring (Ansprechpartnerin Elke Harnisch), Dual Career Support (Mabel Braun) und MINT-Förderprogramm (Lina Fürst).

Miriam Bauch sieht noch große Aufgaben vor sich: „Die beruflichen Netzwerke sind männerdominiert. Hier einen Kulturwandel einzuleiten, ist ein langsamer Prozess. Aber wir arbeiten gut mit der Hochschulleitung zusammen.“ Während der Anteil von Frauen und Männern unter den Studierenden relativ ausgeglichen erscheint, kommt „ein Bruch nach der Promotion – hier geht es um die steile wissenschaftliche Karriere“.


INFO: „Einblicke“ ist eine Veranstaltung für Studierende, Promovierende und Postdocs, die sich mit den Themen Wissenschaft und Familie auseinandersetzen. Am 15. November gibt es im SWO-Saal von 14 bis 16 Uhr Tipps rund um die Doppelkarriere und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch. Anmeldung unter www.einblicke.uni-bayreuth.de

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