Uni Bayreuth: Hier studiert man gern

Top ist die Universität Bayreuth demnach nicht nur im Fachbereich Jura, sondern darüber hinaus  in den beiden Fachbereichen Betriebs- (BWL) und Volkswirtschaftslehre (VWL) jeweils in den Kategorien „Unterstützung am Studienanfang“ sowie „Abschluss in angemessener Zeit“. Hinzu kommt eine Spitzennote in der Kategorie „Kontakt zur Berufspraxis“ für das Fach Wirtschaftsingenieurwesen.

Große Freude

Entsprechend groß ist die Freude in Bayreuth. Professor Martin Leschke, Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, erklärt: „Das neue CHE-Ranking zeigt, dass die Universität Bayreuth ihre jahrzehntelange Spitzenstellung auf den Gebieten Wirtschaft und Recht nicht nur halten, sondern erfolgreich ausbauen konnte.“

Jura-Studierende sind in Bayreuth, Mannheim und Frankfurt/Oder besonders zufrieden mit ihren Professoren. Im Durchschnitt vergaben die angehenden Juristen an diesen drei Unis die Spitzennote 1,8 etwa für die Besprechung von Hausarbeiten sowie für das allgemeine Klima zwischen ihnen und den Lehrenden.

Noch zufriedener sind Jura-Studierende demnach an den Privathochschulen der Bucerius Law School in Hamburg (Note 1,4) und der EBS Universität in Wiesbaden (1,5).

Die Fachhochschule Coburg liegt im Fach „soziale Arbeit“ in den Kategorien „Kontakt zur Berufspraxis“ und „Unterstützung am Studienanfang“ an der Spitze, sowie im Fach BWL in der Kategorie „Unterstützung am Studienanfang“.

An der Universität Bamberg sind Studierende im Fach Wirtschaftsinformatik sehr zufrieden, und das Fach BWL liegt in der Spitzengruppe der Kategorie „Abschluss in angemessener Zeit“.

Die Fachhochschule Hof liegt nach dem Ranking im Fach Betriebswirtschaftslehre in der Kategorie „Abschluss in angemessener Zeit“ in der Spitzengruppe; sie bekommt zudem Spitzennoten in der Kategorie „Kontakt zur Berufspraxis“ in den Fächern Wirtschaftsinformatik sowie Wirtschafts-Ingenieurwesen.

Veraltetes System

Sprecher Ralf Oesterreicher sagt für seine Hochschule: „Wir freuen uns natürlich“; er beobachte jedoch in Hof, dass viel zu wenige Studierende den DIN-A-4-Fragebogen des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) beantworteten – nur acht Prozent Rücklauf von den BWL-Studierenden, 10,4 Prozent im Fach Wirtschaftsrecht und 17 Prozent im Fach Informatik seien zu gering für ein repräsentatives Bild. Die Teilnahme der Studierenden sei vollkommen freiwillig. Der Fragebogen sei zu umfangreich und werde deshalb oft einfach weggeklickt, wenn er im Mailfach auftauche. Das System des CHE sei „ein bisschen veraltet“, die Befragung sollte „kurz und knackig“ erfolgen. Die Fachhochschule Hof überlege, aus diesem Ranking auszusteigen wie es andere Hochschulen bereits getan hätten.

Das CHE selbst spricht hingegen von dem umfassendsten Ranking im deutschsprachigen Raum. Studienanfängern soll es dabei helfen, sich für das richtige Fach und den passenden Studienort zu entscheiden. Sie finden zudem Tipps zur Studienbewerbung und -finanzierung.

Mehr als Zehntausend Studiengänge

Wer das Abitur hat, kann aus mehr als Zehntausend Studiengängen wählen. Bei dieser Qual soll ihm das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) Orientierung geben, das nach eigenen Angaben Fakten und Urteile von rund 150.000 Studierenden und 9000 Professoren widerspiegelt. Für das Ranking untersucht das CHE jedes Jahr etwa zehn Fächer neu – in diesem Jahr unterem anderem Jura. Insgesamt sind 30 Fächer gelistet. Dabei werden neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung Urteile von Studierenden berücksichtigt. Mehr als 300 Hochschulen hat das CHE für die Analyse untersucht. In einzelnen Kategorien werden aber nicht immer alle Universitäten gelistet.

Das Ranking ist umstritten. Der Deutsche Hochschulverband etwa erklärt, dass es Studienanwärtern zwar eine erste Orientierung biete. Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Studienfach- und der Universitätsauswahl ersetze es aber in keinem Fall.

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