Uni Bayreuth hat eine der wichtigsten Pflanzenfossilien-Sammlungen Europas

Es ist ein bisschen zu warm in dem Gewächshaus, das unscheinbar links vom Eingang zum Ökologisch Botanischen Garten (ÖBG) steht. Hier drin, unter zerfleddertem Sonnenschutz, in gläsernen Vitrinen lagert eine der zehn bedeutendsten Fossiliensammlungen Mitteleuropas. Doch kaum einer weiß davon. Klaus-Martin Moldenhauer will das ändern.

Noch viel zu tun

Er leitet die Paläobotanische Sammlung Rossmann seit dem Tod von Prof. Günther Rossmann, dem früheren Direktor des ÖBG und dem Begründer der Sammlung von Pflanzenfossilien. Moldenhauer will die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen und Gastforscher einladen. „Die Sammlung ist wissenschaftlich nicht bearbeitet“, sagt Moldenhauer, der am Lehrstuhl Geomorphologie arbeitet. Die Einzelteile also nicht nach einem System sortiert, das sich dem Außenstehenden erschließt. Das bedeutet, dass Moldenhauer hier noch viel, sehr viel Arbeit erledigen muss.

Jedes Stück, das größer als ein Handteller ist, müssen er und seine Hilfskräfte dokumentieren. Moldenhauer tut sich diese Mammutaufgabe an, weil er glaubt, dass in dem riesigen Fossilienberg aus Hunderttausenden Einzelteilen eine Chance für die Uni liegt. „Ich will die Sammlung, vor allem die interessanten Stücke, der Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagt Moldenhauer. Und interessante Stücke gibt es hier genug: Etwa den Grünen Stamm aus Neuenplos. Er ist insgesamt zwölf Meter lang, stammt aus dem Keuper, ist also 200 Millionen Jahre alt.


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Freitagsausgabe (19. Oktober) des Kuriers.

Foto: Harbach

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