Unfallbrennpunkt Würgauer Berg

Am Samstagmittag war ein aus Erlangen stammender Mann gegen 16.15 Uhr mit seiner Maschine auf der B22 am Würgauer Berg in Richtung Steinfeld unterwegs. Kurz nach dem Auslauf der sogenannten„Applauskurve“ fuhr er auf einen ebenfalls in Richtung Steinfeld fahrenden Traktor auf.

Foto: News5/Herse

Der Motorradfahrer zog sich bei dem Zusammenprall schwere Verletzungen zu und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der Fahrer des Traktors blieb unverletzt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg kam ein Gutachter an die Unfallstelle und unterstütze die Beamten der Polizei Bamberg-Land bei der Klärung der Unfallursache. Am Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Am Sonntagnachmittag kam es erneut zu zwei schweren Verkehrsunfällen mit Motorradfahrern. Drei Biker musste der Rettungshubschrauber in Krankenhäuser bringen.

Zunächst kam ein 20-jähriger Motorradfahrer gegen 15 Uhr im Bereich einer Linkskurve alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte dabei gegen ein Verkehrszeichen. Durch den Anstoß erlitt er schwere Verletzungen und musste zur weiteren medizinischen Versorgung mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Foto: News5/Herse

Gegen 19 Uhr waren nach einem Zusammenstoß zweier Motorradfahrer erneut Schwerverletzte zu beklagen. Ein 19-jähriger Kradfahrer, der in Richtung Würgau unterwegs war, wollte nach links in einen Feldweg abbiegen und übersah dabei einen entgegenkommenden 23-jährigen Motorradfahrer, so dass es zu einem Frontalzusammenstoß kam.

Beide Beteiligte erlitten so schwere Verletzungen, dass sie ebenfalls von Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden mussten. Da beide Kradfahrer lebensgefährliche Verletzungen erlitten, ordnete die Staatsanwaltschaft Bamberg zur Klärung des genauen Unfallhergangs die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Die B22 musste in diesem Bereich mehrere Stunden gesperrt werden.

red

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Kommentare

Ich war mal in Kochel am See; damals (heute auch noch ?) hatte man die Strasse hoch zum Walchensee am Wochenende für Motorräder gesperrt. War sehr angenehm ......
Die großen Motorräder machen beim Beschleunigen einen höllischen Lärm. In kurvenreichen Strecken gibt es nur Beschleunigings- und Bremsphasen und diese werden ja deshalb ausgesucht.
Sie mit Ihren Pauschalurteilen. "Die großen Motorräder machen beim Beschleunigen einen höllischen Lärm." Falsch.
Ich fahre ein sehr großes Motorrad und was ein Wunder, es macht keinen höllischen Lärm. Ja das geht auch. Groß ist nicht gleich böse, denn es kommt auch auf Bauart, Fahrstil, ... an.
Das diese Strecken extra ausgesucht werden, ist unbestritten, da sie mit der richtigen Maschine sicherlich Spaß machen, mit meiner allerdings nicht (fährt sich wie eine Schrankwand).
@nightwing, es gibt die Allerweltsweisheit: "Eine Ausnahme bestätigt die Regel."
Ich habe schon ein paarmal erlebt, dass mich bei geöffnetem Fenster im Wohnmobil ganz plötzlich ein Höllenlärm erschreckte, dass ich meinte, ein Kampfjet stürzt gerade ab. Nein, es war nur ein (schweres) Motorrad, das zum Überholen ansetzte.
Das Problem ist das sich JEDER diese Höllenmaschinen kaufen kann und bis zu 200 PS auf zwei Rädern von vielen unterschätzt werden und zu ungezügelten Rasen verleiten!
Ich kenn jetzt keine Statistiken, aber mich würde mal interessieren wie das damals bis weit in die 90er war als in Deutschland die Obergrenze noch bei 100 PS lag.
Ja, diese Höllenmaschinen können schon bei den kleinsten Fehleinschätzungen zu tödlichen Unfällen führen.
"Kaufen" kann jeder Geschäftsfähige, "fahren" nicht. Mann braucht einen Führerschein. Klasse A2 ab 18J., nach zwei Jahren dann Klasse A oder ab 24J. direkt Klasse A. Also, wie stellen Sie Sich eine Reglementierung vor? Soll es dann nach Einkommen, sozialem Status, IQ oder sonst was gehen? Müssen dann auch PKW reglementiert werden, wenn man sieht, was für Flachpfeifen mit aufgemotzten, PS-starken Autos rumfahren.
Übrigens, "Höllenmaschinen" müssen nicht zwangsläufig 150PS und mehr haben, denn Motorräder so um die 80PS können je nach Bauart auch schon recht giftig (und laut) sein.
@Uwart
Eine Möglichkeit, mehrfachem Höllenschrecken vorzubeugen:
Öfter mal in den Rückspiegel schauen!
... und noch schnell einen Hörschutz aufsetzen?!? ;-)
Über Gehörschutz hab' ich in der Fahrschule nix gelernt, über Rückspiegel schon!
Der Lärm ist natürlich der gleiche, aber für Ihr Herz ist's besser, wenn Sie sich wenigstens sporadisch nach hinten orientieren.
Ich hab auch nicht in der Fahrschule gelernt, dass man ständig in den Rückspiegel schauen muss, um nicht durch einen plötzlichen infernalischen Lärm erschreckt zu werden. ;-)
Dann machen's das Fenster zu!
Grossvater, wir es jetzt nicht zu kindisch? Ich weiß nicht, warum jemand so etwas wie diesen Höllenlärm auch noch verteidigt.
@Unwart
Ich möchte nur mal anmerken, dass Sie die Diskussion auf die Lautstärke der Motorräder (welche ich auch nicht prickelnd finde) gelenkt haben, der Artikel sich allerdings nach wie vor um den "Unfallbrennpunkt Würgauer Berg" handelt. Ein Motorradfahrer stürzt eventuell durch falsches Fahrverhalten, aber nicht durch die Lautstärke seines Motorrads.
Stimmt!