Umjubelte Torhüterinnen bei Haspo-Sieg

Umjubelt waren am Ende besonders die Bayreuther Torhüterinnen. Andrea Schewetschek parierte fünf Sekunden vor Schluss glänzend den letzten Zirndorfer Wurf aus guter Rückraumposition und krönte damit eine jederzeit zuverlässige Leistung (mit Abstrichen lediglich gegen Zirndorfs Rechtsaußen Maren Kammerer). Ebenso wertvoll waren aber auch die zwei Siebenmeterparaden der jeweils eigens eingewechselten Klara Benz beim Stand von 20:17 (56.) und 20:19 (58.).

Verdienter Erfolg

Trotz des Zitterns in den letzten gut fünf Minuten nach dem 20:17 war der Sieg der Gastgeberinnen verdient. Schließlich hatten sie nie im Rückstand gelegen und nach dem 6:6 (16.) sogar nicht einmal mehr einen Ausgleich zugelassen.

Entscheidend für den solide wirkenden Halbzeitvorsprung in der erwartungsgemäß von der Defensive geprägten Partie war die größere Wirkung des Haspo-Rückraums durch Jana Lichtscheidel aus der zweiten Reihe sowie Anna Maria Renner und Laura Brahm mit druckvollem Zug zum Tor. Auch spielerisch hatten die Gastgeberinnen mehr zu bieten, doch ein paar gut vorbereitete Chancen wurden am Kreis vergeben. Ebenso wäre eine deutlichere Führung durch Gegenstöße möglich gewesen, doch die Umsetzung der Erfolge in der Abwehr gelang so gut wie gar nicht.

Zirndorfer Umstellung nach dem Seitenwechsel

Erheblich gestört wurde das Haspo-Spiel nach der Pause durch die Zirndorfer Umstellung auf eine offensive Abwehr gegen Lichtscheidel. Kleine und große Ungenauigkeiten im Bayreuther Aufbau sowie unsichere Entscheidungen beim Abschluss häuften sich nun mitunter haarsträubend und gaben den Gästen die Möglichkeit, ihre Mängel im Positionsangriff durch Konter zu kompensieren. Nach dem 14:9 erzielte Haspo in den verbleibenden 28 Minuten nur noch sechs Tore, davon allein drei durch Jugend-Nationalspielerin Sara Mustafic am Kreis.

„Da hat man gesehen, dass wir Angst davor haben, Fehler zu machen“, sagte Michaela Lehnert, die bei ihrem Debüt als Trainerin im Gespann mit Yanick Berghammer zwar im Aufgebot stand, aber auf einen Einsatz verzichtet hatte. Gerade aus dieser Sicht könne die Art und Weise des ersten Erfolgserlebnisses aber eine positive Signalwirkung haben: „Die Stimmung im Team passt ohnehin, aber jetzt kommt auch noch Selbstvertrauen hinzu, weil es gelungen ist, sich in so einem schwierigen Spiel ins Ziel zu kämpfen.“

Haspo Bayreuth: Schewetschek, Benz – Dörfler, Hellriegel, Brielmann (2), Lehnert, Hall (1), Fischer (2), Mustafic (4), Lichtscheidel (4), Brahm (4), Friedrich, Renner (3), Glowienka.

Nicht bewertet

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