Überfall auf Döner-Laden

Die beiden Haupttäter hatten am 25. September 2015 nach einem Oktoberfestbesuch in der S-Bahn Richtung Ebersberg gegen Schwarzafrikaner gepöbelt und versucht, einen dunkelhäutigen Mann zu attackieren. Am Bahnhof ging es dann weiter, wo sie einem Mann mit ausländischen Wurzeln auf den Kopf schlugen. Zu Hause dann erzählten sie Freunden, dass sie von Ausländern angegriffen worden seien und Rache üben wollten. Zu acht bewaffneten sie sich mit Baseballschläger, Gardinenstange und Schlosserhammer und zogen zu dem Imbiss, den vier der Männer stürmten, während die anderen draußen warteten und die Schläger moralisch unterstützten. Zwei Afghanen wurden verletzt, mehrere Scheiben zertrümmert.

Rechtsradikale Gesinnung wurde bestritten

Der Staatsanwalt war von einer rechtsradikalen Gesinnung der Männer, die aus dem Landkreis Ebersberg stammen, ausgegangen. Die Angeklagten selbst hatten das bestritten. Das Gericht war der Ansicht, dass zweifellos Ausländerfeindlichkeit vorgelegen habe, dass die Männer aber keine rechtsradikale Grundgesinnung hätten. Sie hätten "ohne Verstand, ohne politische Gesinnung und Information gehandelt", sagte die Vorsitzende Richterin. Sie seien die, die einfach hinter anderen herlaufen. "Das ist das Schlimmste. Das ist der Mob in unserer Gesellschaft." dpa

Nicht bewertet

Anzeige