Über Stock und Stein und durch den Matsch

Bei der Neuauflage des Wettbewerbs Tough Hunter wird es einige Neuerungen geben. „Es gibt inzwischen Tough-Hunter-Trainer“, erklärt Organisatorin Sylvia Ulrich aus Warmensteinach. „Man kann einen Schein machen.“ Eine der ersten fünf Trainerinnen ist sie selbst. Die Ausbildung zum Tough-Hunter-Trainer übernimmt Nadin Matthews, die in Bad Oldesloe eine Hundeschule betreibt und das Konzept für den „Tough-Hunter“ entwickelt hat. „Wir sind zusammengekommen, weil sie meine Ausbilderin ist als Hundetrainerin“, so Sylvia Ulrich.

Es gibt einige Änderungen im Ablauf: Diesmal findet der Wettkampf erstmals an zwei Tagen – samstags und sonntags jeweils ab 9 Uhr – statt. Weitere Neuerung: die Größe der antretenden Teams wurde variabler gestaltet, darf nun zwischen zwei und acht Mensch-Hunde-Kombinationen betragen. „Damit auch Ehepaare sagen können, wir machen mit“, so Sylvia Ulrich. Oder auch größere Gruppen aus Hundeclubs.

Größere Anziehungskraft entsteht auch, weil diesmal verschiedene Streckenlängen – sieben, zwölf und 18 Kilometer – angeboten werden. Insgesamt 51 Aufgaben sind zu bewältigen. Darunter Aufgaben, die viel mit Kommunikation und Kooperation zu tun haben wie Geruchsspuren verfolgen und Gegenstände suchen. Dazu viele Hindernisse, die gemeinsam von Mensch und Hund zu überwinden sind, die spektakulärsten davon im Start- und Zielbereich. Dort ist eine große Rutsche aufgebaut ist, über die Frauchen oder Herrchen mit dem Vierbeiner gemeinsam rutschen soll. Und auch ein Morastloch, das es zu überwinden gilt, befindet sich im Wagenthal.

Viel Matsch für Hund und Herrchen

Geblieben ist eines: „Es geht nicht um Zeit“, so Sylvia Ulrich. Sondern darum, die Aufgaben zu bewältigen. Wer die Herausforderungen meistert oder notfalls die Strafaufgaben, darf sich Tough-Hunter nennen, inclusive T-Shirt sowie eine Marke für den Hund.

Der Blick auf die Wetterkarte lässt schon erahnen: die Mensch-Hunde-Teams dürfen sich wohl auf viel Matsch einstellen. Der Parcours führt in den Wald in Richtung Mausbachtal und Fichtelberg. Froh ist sie hierbei über Unterstützung. „Gemeinde und Forst sind sehr entgegenkommend und die Grundeigentümer haben mitgemacht.“ Dass das Konzept ankommt, zeigt die Teilnehmerzahl: für Samstag liegen 460 Meldungen vor, am Sonntag wollen sich noch einmal 150 Hundebesitzer mit ihren Lieblingen der Herausforderung stellen. Was ganz im Sinne der Veranstalter ist. „Ein Breitensportevent“ sieht Sylvia Ulrich schließlich im Tough-Hunter. Im Startbereich wird auch ein Tough-Hunter-Dorf entstehen. Es ist für Essen und Trinken gesorgt.

Samstag und Sonntag ist Start jeweils ab 9 Uhr. Bis 16 Uhr sollte der Wettbewerb etwa dauern. Und wie Erfinderin Nadin Matthews verrät, wird das Tough Hunter Konzept weiter ausgebaut.

Weitere Infos unter www.tough-hunter.de.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06