Turniersieg an verjüngtes Haspo-Team

Nachdem Linkshänder Paul Saborowski und Spielmacher Robin Rahn kurzfristig doch mitwirken konnten, standen Haspo immerhin elf Feldspieler zur Verfügung. So musste man wenigstens keine Kräfte schonen und legte gegen den gastgebenden mitteldeutschen Oberligisten SV Hermsdorf gleich mit druckvollem Spiel eine 6:1-Führung vor. Angetrieben von Philipp Schöttner, der über das gesamte Turnier einen starken Eindruck hinterließ, führten die Bayreuther auch am Ende der ersten Halbzeit (Spielzeit zweimal 25 Minuten) noch sicher mit 11:8. Dann folgten zwar drei Gegentore zum 11:11, aber beim 20:15 hatte Haspo wieder klar die Nase vorn und gewann letztlich überzeugend mit 29:21.

Gegen den letztjährigen Tabellensiebten der Oberliga Mitteldeutschland, HSV Apolda, musste Haspo gleich eine Schocksekunde überstehen, als Tim Herrmansdörfer nach wenigen Minuten im Zweikampf umknickte und fortan leicht angeschlagen geschont werden musste. Da Marius Hümpfer und Yannik Meyer-Siebert ohnehin verhindert fehlten, standen somit nur noch drei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung. Diese Belastung merkte man den Bayreuthern auch gleich an, so dass sie sich nach einem 3:6-Rückstand erst wieder zurückkämpfen mussten. Erst nach dem Seitenwechsel steigerte sich Haspo entscheidend und kam über 13:13 beim 18:17 zur ersten Führung. Beim 24:21 (44.) waren die Bayreuther auf der Siegerstraße, aber dann ließen sie einige gute Chancen liegen und mussten sich am Ende der intensiv geführten Partie mit einem 26:26 begnügen.

Trainer Marc Brückner nicht unzufrieden

Für den Turniersieg musste somit noch ein Erfolg über die starke Drittligareserve des HC Elbflorenz Dresden gelingen, die mit den letztjährigen Drittligaspielern Alexander Matschos und Kay Blasczyk angetreten war. Dem geschwächten Haspo-Team war nun vor allem in der Abwehr der Substanzverlust anzumerken. Torwart Hannes Lehnard, der als einziger Schlussmann Schwerstarbeit verrichten musste, blieb jedoch durchgehend ein sicherer Rückhalt. Zudem tat sich Yannick Berghammer offensiv wie defensiv als sehr kampfstark hervor. Trotzdem lag HaSpo in einem sehr flotten Schlagabtausch beständig mit ein bis zwei Treffern im Hintertreffen. Nach dem 16:18-Rückstand bei Halbzeit wurden aber die letzten Reserven mobilisiert, und am Ende gelang noch ein Sieg mit 35:32. „Bedenkt man, dass wir in 150 Spielminuten 90 Tore geworfen haben, kann ich mit unserem Angriffsspiel nur zufrieden sein“, resümierte Trainer Marc Brückner. „Natürlich können wir uns noch steigern, aber heute haben wir wieder einen Schritt nach vorne gemacht.“

Haspo Bayreuth: Lehnard – Y. Berghammer (4 Tore gegen Hermsdorf; 4/2 gegen Apolda; 5/3 gegen Elbflorenz), Willacker, Nicola (2; 2; 5), Herrmannsdörfer (3; 0; 0), Goeritz (0; 0; 5), S. Berghammer (6; 4; 1), Rahn (1; 4; 5), Munzert (1/1; 1; 0), Saborowski (2; 2;5), Schalk (5/2; 3/1; 4/3), Schöttner (5; 6; 5). ⋌⋌

Nicht bewertet

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