Trotz Aufholjagd: Haspo-Damen ohne Punkt

Neun Minuten vor Schluss sah es noch nach einer klaren Niederlage für das Heimteam aus. Die Gäste hatten sich eine 21:16-Führung erarbeitet. Doch dann erwachte der Bayreuther Kampfgeist. Zudem ereilte die HSG eine Flut an Zeitstrafen. Bayreuth ließ keinen Gästetreffer mehr zu und kämpfte sich auf 20:21 heran – und es waren noch sechs Minuten zu spielen. Doch an dem Spielstand änderte sich trotz aufopferungsvollen Kampfes beider Teams nichts mehr. Selbst als die Haspo-Damen nach zwei weiteren Zeitstrafen gegen die HSG fast zwei Minuten in doppelter Überzahl spielten, gelang kein Treffer. Vor allem technische Fehler verhinderten den Ausgleich – und etwas Pech. Der letzte Bayreuther Wurf ging an den Pfosten und sprang heraus.

Zu Spielbeginn versuchte das Gästeteam durch Manndeckung gegen Haspo-Spielmacherin Sonja Körber Sand in die Bayreuther Angriffsbemühungen zu streuen. Mit Erfolg, denn nach einer anfänglichen 2:0-Führung standen sich die Gastgeberinnen trotz der nun größeren Freiräume immer wieder selbst im Weg. Hauptproblem waren dabei ungenaue Zuspiele, die entweder den Weg gar nicht zur Mitspielerin fanden oder zumindest ein druckvolles Weiterspielen verhinderten. Insbesondere in Überzahl vergaben die Bayreutherinnen auf diese Weise zu viele gute Angriffsmöglichkeiten. Die gegnerische Offensive hatte Haspo zwar weitgehend im Griff, doch durch individuelle Fehler der Gastgeberinnen zog Blomberg dann doch auf 6:3 davon. Eine Auszeit und eine Abwehrumstellung auf Bayreuther Seite brachten zwar kurzzeitig Besserung und beim 7:6 die Führung zurück. Das änderte aber nichts daran, dass bei Haspo weiterhin vieles Stückwerk blieb und die Zahl der technischen Fehler zu hoch war.

So konnte sich Bayreuth nicht absetzen und ließ die HSG kurz nach der Pause sogar erneut auf zwei Treffer enteilen, ehe man sich die Führung beim 15:14 zurückholte. Dann allerdings profitierten die Gäste von zwei Zeitstrafen gegen Haspo und bauten ihre Führung erstmals auf vier Tore aus (16:20). Als dann auch noch gut zehn Minuten vor dem Ende Bayreuths Abwehrchefin Laura Fischer von den schwachen Schiedsrichterinnen Albrecht/Kohler eine völlig überzogene Rote Karte erhielt, sprach nicht mehr viel für die Bayreutherin. Und auch der Kampfgeist sollte nicht mehr belohnt werden.

Haspo Bayreuth: Ebersberger – Hellriegel (6/1), Lehnert (2), Kerling, Hall, Fischer (2), Mustafic, Lichtscheidel, Körber (4/3), Koppold (5), Friedrich. Küffner (1).

Nicht bewertet

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