Triumph für Anne Haug auf Lanzarote

In 4:12:38 Stunden gewann die zweimalige Olympia-Teilnehmerin und Vizeweltmeisterin von 2012 auf der Kurzdistanz vor der Britin Lucy Charles (4:20:32) und Michaela Herlbauer aus Österreich (4:29:34).

Lucy Charles, die amtierende Weltmeisterin der Mitteldistanz-Rennserie und Siegerin des diesjährigen Langdistanz-Rennens auf Lanzarote unterstrich gleich beim Schwimmen ihre Favoritenrolle. Sie schwamm in 22:34 Minuten sogar im Bereich der schnellsten männlichen Profis. Gemessen daran, war der Rückstand von nur zwei Minuten, mit dem Anne Haug aus dem Wasser stieg, aber sehr respektabel.

Auf der ersten Hälfte der Radsplits mit über 1000 Höhenmetern gelang es der 23-jährigen Britin, Haug eine weitere Minuten abzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass die Entscheidung über den Sieg nur noch in diesem Zweikampf fallen würde. Insgesamt war das Duo Charles und Haug aber eine Klasse für sich und brachte viel Zeit zwischen sich und die übrige Konkurrenz. Haugs Vorsprung auf die Drittplatzierte Michaela Herlbauer betrug bereits fünf Minuten und wuchs dann bis zum Wechsel vom Rad zum Laufen noch auf gut zehn Minuten an. Den Abstand zu Charles hielt die Bayreutherin dagegen mit einer Radzeit von 2:25:23 konstant bei um die drei Minuten.

Nur fünf Männer mit besserer Laufzeit

Bereits nach nur sieben von 21 Laufkilometern hatte Haug die Britin eingeholt und lief dann einem sicheren Sieg entgegen. Mit einer sensationellen Halbmarathonzeit von nur 1:18:14 nahm sie der Hauptkonkurrentin in dieser Disziplin elfeinhalb Minuten ab. Selbst unter den Männern waren nur fünf Läufer noch schneller, und Haugs Gesamtzeit wurde auch nur von zwölf männlichen Athleten übertroffen.

"Selbst überrascht"

„Ich war echt selbst ganz überrascht, da ich ja gar nicht wusste, was mich erwartet“, freute sich die Bayreutherin. „Beim Schwimmen lag ich hinter der Spitzengruppe, und auf dem Rad war ich dann ziemlich alleine. Erst nach 30 Kilometern beim Wendepunkt konnte ich so grob abschätzen, wie weit Lucy Charles weg war, und ich war total überrascht, dass ich nicht mehr auf dem Rad verloren habe. Das Laufen hat sich eigentlich extrem verhalten angefühlt, da ich Respekt vor der langen Distanz hatte. Im Vorfeld konnte ich nur einen längeren Lauf von 20 km machen, und ein 90-km-Zeitfahren bin ich auch noch nie gefahren.“

Svenja Thös auf Platz elf

Svenja Thös belegte unter den weiblichen Profis den elften Rang. Die Neu-Bayreutherin aus Saarbrücken finishte in 5:07:03 Stunden (28:10 / 3:04:02 / 1:28:52).

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