Trickbetrüger legen Kulmbacher rein

An diesen verhängnisvollen Anruf wird sich ein 66-Jähriger aus dem Landkreis Kulmbach wohl noch lange erinnern. Laut Polizeibericht wurde er von einem Mann angerufen, der sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgab und dem Senior erklärte, man habe auf dessen Computer eine Vielzahl von Viren festgestellt, die man dringend beseitigen müsste.

Bank meldet ungewöhnliche Transaktionen

Durch geschickte Gesprächsführung, so die Polizei, gelang es dem Anrufer die Zugangsdaten für einen Fernzugriff auf dem Rechner des Seniors zu erlangen. So wurden sämtliche, auf dem Computer gespeicherte Daten für den bislang unbekannten Täter sichtbar. Darüber hinaus teilte der Rentner zur Bezahlung der Fernwartung auch noch seine Kreditkartendaten mit.

Damit jedoch nicht genug, denn der Anrufer erklärte diese Daten seien für eine Zahlung nicht zulässig. Schließlich gab der Senior nun noch mehrere Transaktionsnummern für sein Onlinebanking auf dem Computer ein. Erst nach einem Anruf durch seine Bank wegen ungewöhnlicher Transaktionen wurde der Senior misstrauisch und wandte sich an die Polizei.

Vierstelliger Euro-Betrag weg

Der unbekannte Täter hatte jedoch schon Transaktionen über einen niedrigen vierstelligen Betrag getätigt. Auch sämtliche personenbezogenen Daten und Passwörter fielen dem unbekannten Täter in die Hände.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen trickbetrügerischen Anrufen. "Geben Sie am Telefon niemals persönliche Daten an und ermöglichen sie keinen Fernzugriff auf ihren Computer", warnen die Beamten.

Lottogewinner im Pech

Die Vorfreude auf einen Lottogewinn währte für einen 71-jährigen Rentner aus dem Landkreis Kulmbach nicht lange. Statt des erhofften Gewinns wurde der Senior durch einen bislang unbekannten Anrufer um einen dreistelligen Geldbetrag erleichtert, heißt es im Polizeibericht.

Zunächst beglückwünschte den Mann eine freundliche Frau am Telefon und stellte ihm einen Gewinn in Höhe von 28.500 Euro in Aussicht. Wenige Zeit später meldete sich ein Mann, der sich als Mitarbeiter einer Werttransportfirma ausgab und einen Geldkoffer zustellen wollte. Für die Lieferung wurde nun eine Gebühr verlangt. Diese Gebühren in Höhe von 550 Euro sollten in Form von Gutscheinkarten bezahlt werden.

Betrüger versuchen, noch eins draufzusetzen

Der Senior erwarb die geforderten Gutscheine und gab die darauf befindlichen Zahlencodes am Telefon durch. Danach wurde der Rentner nochmals von der vermeintlichen Sicherheitsfirma angerufen. Man habe bedingt durch einen Übertragungsfehler nun einen Gewinn von sage und schreibe 82.500 Euro auszuliefern. Die Gebühren für die Zustellung wären jedoch höher und sollten vorab überwiesen werden.

An dieser Stelle reagierte der Senior nun misstrauisch und wandte sich an die Polizei. Statt einem Gewinn muss der Rentner jedoch nun mit dem Vermögensschaden aus dem Gutscheinkauf leben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch in diesem Fall warnt die Polizei vor falschen Gewinnversprechen am Telefon.

red

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Kommentare

"66-Jähriger"
Frage ich mich, kann man wirklich so du.. sein und darauf reinfallen ?
Die Banken sollten evtl. eine "Online-Banking-Prüfung" und eine "Kreditkarten-Prüfung" für Ihre Kunden einführen. Aber wird bei besonders schlauen auch nicht helfen