Treffen: Gegner der Gleichstrompassage im Bayreuther Landratsamt

Bei einem Treffen am Dienstag im Bayreuther Landratsamt stimmten die Bürgerinitiativen einer lange gehegten Idee von Landrat Hermann (CSU) Hübner zu. Er will die bisher gesammelten Unterschriften gegen die umstrittene Stromtrasse zusammen mit weiteren Vertretern aus der Region in Berlin an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) übergeben. Als Wunschtermin einigte sich die Runde im Landratsamt auf den 10. Mai. An diesem Tag findet in der Bundeshauptstadt eine große Demonstration für die Energiewende statt, an der sich die Trassengegner ebenfalls beteiligen wollen.

Hübner berichtete, dass sich entlang der Trasse in Bayern nahezu alle Landkreise gegen die Stromtrasse ausgesprochen hätten. Auch in Thüringen formiere sich allmählich der Widerstand in Bürgerinitiativen, sagte Gerd Weber, Vorsitzender der Pegnitzer Bürgerinitiative. Nun wollen sich die Gruppierungen länderübergreifend vernetzen. Das nächste Treffen von Vertretern der Bürgerinitiativen findet am 29. März in Plech statt.

Trassenplaner diskutieren in Berlin mit Kritikern

Auch in Berlin ging es am Montag bei einer Aktion der Deutschen Umwelthilfe um die Stromtrasse. Mit von der Partie waren unter anderem Vertreter der Bundesnetzagentur, der Stromnetzbetreiber sowie die Trassenkritiker aus der Wissenschaft, Christian von Hirschhausen und Lorenz Jarass. Diskutiert wurde über die Notwendigkeit der Trasse sowie über die Frage, wie hoch der Anteil von Kohlestrom sein wird, der künftig über die Gleichstromleitung transportiert werden könnte. Vor Ort war auch Renate van de Gabel-Rüppel vom Bayreuther Kreisverband der Grünen. Sie kritisierte, dass die Daten, mit der die Bundesnetzagentur die Notwendigkeit der Trasse begründe, nicht öffentlich zugänglich seien.

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Kommentare

Den Grünen muß immer auf die Sprünge geholfen werden, hier ist die Antwort von neutraler Seite zur Notwendigkeit der Gleichstromtrasse: http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/von-hirschhausen-liefert-munition-fuer-die-gegner-der Natürlich wird die Netzagentur die Notwendigkeit mit ihren Argumenten belegen können.
Die jetzige Wahl-Entscheidung der Städte Wunsiedel und Marktredwitz führt wohl zwangsläufig zur Realisierung der Stromtrasse nach der Europawahl. Dort wurde der Kurs der CSU abgesegnet und der zeigt in Richtung Bayern. So wird es unser fränkischer Minister Söder hinterher schwer haben, die Stimmen der Nordbayern bei der nächsten Landtagswahl auf sich zu ziehen. Auch die Alt-Bayern werden es nicht mehr zulassen, daß es nochmal einen fränkischen Ministerpräsidenten gibt.
" Auch die Alt-Bayern werden es nicht mehr zulassen, daß es nochmal einen fränkischen Ministerpräsidenten gibt."
So ist es!
Beckstein war ein übereiltes Missverständnis, um Stoiber so schnell wie möglich aus der Schußlinie zu nehmen. Aber ihm wurde ja Huber zur Seite gestellt.
So etwas wird sich nicht wieder ereignen.
Warum wohl hat Seehofer die Aigner aus Berlin geholt?