Tolle EHC-Serie in Freiburg in Gefahr

Durch die Erfolge der letzten Wochen hat sich der EHC eine sehr gute Ausgangsposition für das letzte Drittel der Hauptrunde geschaffen. Die gilt es in den kommenden Wochen zu nutzen, um die große Überraschung zu schaffen und den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern.

Die Partien gegen Freiburg waren schon zu Oberliga-Zeiten immer eng und umkämpft, was sich nun auch eine Ebene höher fortsetzt: Im ersten Spiel in Freiburg gaben die Tigers zwar eine 3:1-Führung noch aus der Hand, feierten dann aber doch einen 4:3-Sieg. Im Heimspiel folgte auf die Führung eines Teams immer die prompte Antwort der Gegenseite, ehe sich die Gäste nach dem 3:3 im Penaltyschießen den Zusatzpunkt sicherten.

Linsenmaier ist Topscorer

Die Breisgauer stellen mit 109 Treffern den fünftbesten Angriff der Liga, dem gegenüber steht aber die mit 118 Gegentreffern viertschlechteste Abwehr, was nach Punkten den zehnten Platz in der Liga bedeutet. Die Offensive wird angeführt von Topscorer Nikolas Linsenmaier (15 Tore/20 Vorlagen) sowie den beiden tschechischen Stürmern Radek Duda (13/18) und Petr Haluza (14/16).

Aus der Defensive heraus lenkt der ungarische Nationalspieler Márton Vas (9/18) das Spiel. Im Tor setzt Freiburg wie auch Bayreuth auf einen tschechischen Goalie: Lukas Mensator hält gut 91 Prozent aller Schüsse auf sein Tor, womit er knapp hinter Tomas Vosvrda (92) liegt.

Anfällig sind die Freiburger bei eigener Unterzahl (die es für die sehr fairen Sulak-Schützlinge allerdings eher selten gibt): Hier kassieren sie bei etwa jeder vierten Gelegenheit ein Tor.

Zweimal verloren

Mit den Dresdner Eislöwen (Rang drei) haben die Tigers bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Beim 2:5 im ersten Heimspiel waren sie weitgehend chancenlos, in Dresden kam der Gast nach einem 0:3-Rückstand zwar heran, verlor aber mit 2:3.

Topscorer des Teams von der Elbe ist der Kanadier Brendan Cook (22 Tore/12 Vorlagen). Gerade gaben die Sachsen Marcel Rodman (5/25) an die Bietigheim Steelers ab und verpflichteten dafür den zuletzt in Bad Nauheim aktiven Finnen Juuso Rajala (12/28), der die Offensive noch mehr ankurbeln soll. Mit Ville Hämäläinen und Teemu Rinkinen (6/14) trifft Rajala auf zwei Landsleute.

Starker zweiter Keeper

Mit 111 Toren stellt Dresden die drittbeste Offensive der Liga, mit nur 94 Gegentreffern liegt man hier ebenfalls im Vorderfeld. Im Tor ist Kevin Nastiuk nach längerer Verletzung zurück, doch auch Förderlizenz-Keeper Hannibal Weitzmann, der statistisch sogar zu den stärksten Torhütern der Liga gehört, hat mehrfach seine Klasse unter Beweis gestellt.

Trotz des aktuell dritten Tabellenrangs ist man in Dresden mit den Leistungen des Teams nicht immer zufrieden, zu oft bringt die nominell starke Mannschaft ihre Klasse nicht aufs Eis.

Waßmiller muss umbauen

Bayreuths Coach Sergej Waßmiller wird in beiden Spielen Änderungen vornehmen müssen. Nach seiner dritten Zehn-Minuten-Strafe und einer nachträglichen Bestrafung für ein Foul in der Partie gegen Riessersee muss Verteidiger Christopher Kasten – wie gemeldet – zweimal aussetzen. Für ihn dürfte Marvin Neher in die Verteidigung rücken. Förderlizenzspieler Vladislav Filin wird vorläufig nicht zur Verfügung stehen. Der junge Außenstürmer ist am Sprunggelenk verletzt, etwa sechs Wochen Pause.

Neue Möglichkeiten in der Offensive bietet der zu Wochenbeginn verpflichtete tschechische Außenstürmer David Kuchejda. In welcher Formation er auflaufen wird, ließ sich Waßmiller noch nicht entlocken. Wahrscheinlich erscheint ein Einsatz mit Sergei Stas und David Wohlberg.

Aufgrund der erwartet hohen Zuschauerzahl und vieler anreisender Gästefans sowie der aktuellen Witterung öffnet das Stadion am Sonntag bereits um 17 Uhr.

kno

 

 

 

Nicht bewertet

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