Tödlicher Unfall: Ursache geklärt

Wie berichtet, kam es gegen 16.10 Uhr bei schneebedeckter Fahrbahn auf Höhe der Talbrücke Trockau in Fahrtrichtung Bayreuth zu einem Auffahrunfall zwischen dem später verstorbenen Mercedes-Fahrer und einem Sattelzug.

Nachdem beide Fahrzeuge standen, konnte zunächst der Fahrer eines nachfolgenden Citroën sowie der eines Skodas nicht mehr rechtzeitig bremsen und sie stießen mit den Unfallfahrzeugen zusammen.

Laut Heiko Mettke, Pressesprecher des Polizeipräsidums Oberfranken, hatte der Mercedes-Fahrer zu diesem Zeitpunkt seinen Wagen bereits verlassen. Der Skoda fuhr auf den Citroën auf und schob ihn nach vorne, sodass der Citroën den Mercedes-Fahrer erfasste. Dadurch wurde der 33-Jährige durch die Luft geschleudert, stürzte von der Brücke und starb.

Die beiden anderen Autofahrer verletzten sich jeweils schwer und ein Rettungsdienst brachte sie in Krankenhäuser. An den vier Fahrzeugen entstand insgesamt ein Sachschaden in Höhe von rund 70.000 Euro.

18 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Autobahn musste in Richtung Norden zunächst für eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Danach leiteten die Beamten den Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei.

In der Folge entstand ein bis zu acht Kilometer langer Stau, der bis in den späten Abend andauerte. Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerk waren zur Bergung der Verletzten und zur Verkehrsabsicherung eingesetzt. Laut Roland Zahn, Kommandant der Feuerwehr Pegnitz, waren insgesamt 18 Feuerwehrleute aus den Wehren Pegnitz und Trockau vor Ort. Sie teilten sich auf zwei Unfallabschnitte auf: Zahn war auf der Brücke der Einsatzleiter.

Unter der Brücke, wo Sofortmaßnahmen beim Mercedes-Fahrer bis zum Eintreffen des Notarztes durchgeführt wurden, hatte Florian Schedler, Kommandant der Feuerwehr Trockau das Sagen. Trotz Bemühungen des Notarztes starb der Mann, der von der Brücke geschleudert worden war.

Die vollständige Räumung der Unfallstelle dauerte bis 22.30 Uhr an. Bereits am Dienstagabend kursierten in sozialen Netzwerken Gerüchte, dass die im Stau stehenden Fahrzeuge den Rettungskräften keinen Platz gemacht hätten. „Ich weiß, dass die Rettungsgasse ein dankbares Thema ist“, sagt Pressesprecher Heiko Mettke.

In diesem Fall habe es aber nicht an der fehlenden Bereitschaft der Autofahrer gelegen. Mettke: „Sie standen auf schneebedeckter Fahrbahn und hatten dadurch Probleme beim Anfahren.“ Deshalb habe es auch so lange gedauert, bis die Unfallstelle geräumt war. Feuerwehrkommandant Roland Zahn schränkt allerdings ein: „Auf der linken Spur standen mehrere Lastwagen. Die haben dort nichts verloren.“

mast

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