Tödlicher Unfall bei Pullenreuth

Die Kräfte des Zusammenstoßes waren enorm. Wie die Polizeiinspektion Kemnath mitteilt, geriet ein 20-jähriger Mann aus dem östlichen Landkreis Tirschenreuth mit seinem Kleinwagen auf der Strecke zwischen Neusorg und Pullenreuth am Freitagmorgen gegen 7.15 Uhr auf regennasser Fahrbahn in einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn. Die Beifahrerseite des Citroen Xsara krachte frontal auf die MAN-Zugmaschine des leeren Sattelzuges.

Lautes Sirenengeheul schreckte die Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren aus Pullenreuth, Neusorg, Riglasreuth, Pilgramsreuth-Langentheilen und Waldershof auf. Schon die Einsatzmeldung der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz "Verkehrsunfall - Person eingeklemmt" weckte in den Rettern auf der Anfahrt schlimme Gedanken.

Flammen aus dem Auto

"Hohe Flammen" schlugen laut Zeugenaussagen aus dem Fahrzeug, in welchem der junge Mann eingeklemmt war. Mit zwei Handfeuerlöschern brachten der unfallbeteiligte Lastwagenfahrer und ein hinzukommender Lkw-Fahrer das Feuer unter Kontrolle und konnten den entstehenden Brand löschen. Die komplette Fahrbahn glich einem Trümmerfeld. Öl, andere auslaufende Betriebsstoffe und abgerissene Fahrzeugteile übersähten die Fahrbahn auf einer Länge von rund zweihundert Metern.

Der Lastwagenfahrer hatte offenbar keine Chance auszuweichen. Nach dem Zusammenstoß auf Höhe des Weilers Kleinhäusl wurde das Auto über die Fahrbahn geschleudert und kam etliche Meter von der Kollisionsstelle entfernt zwischen der Fahrbahn und dem Straßengraben zum Stehen. Der Sattelzug fuhr sich im Straßengraben fest.

Fünf Feuerwehren im Einsatz

Eine Notärztin konnte nur noch den Tod des im Unfallwrack eingeklemmten Mannes feststellen. Mit hydraulischen Rettungsgeräten befreiten die Feuerwehrleute den 20-Jährigen und bargen ihn. Zudem stellten die Wehrleute den erweiterten Brandschutz sicher, dämmten die Umweltgefahr durch auslaufendes Öl ein, sicherten die Einsatzstelle weiträumig ab und leiteten den Verkehr großräumig um. Den Einsatz der rund 60 anrückenden Brandschützer aus fünf Feuerwehren leitete Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther.

Drei Rettungswagenbesatzungen und eine Notärztin, wie auch der Helfer vor Ort Fichtelnaabtal waren von Seiten des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort. Der örtliche Pfarrer spendete dem tödlich verunglückten die Sterbesakramente.

Der 51-jährige Fahrer des Sattelzuges befuhr die Strecke von Waldershof kommend in Fahrtrichtung Kemnath. Zwischen der Einfahrt zu Pullenreuth und dem Ortsteil Schindellohe kam der junge Fahrer des Citroen auf die Gegenfahrbahn. "Der junge Mann wurde im Wrack eingeklemmt und verstarb aufgrund seiner schweren Unfallverletzungen noch im Fahrzeug", berichtet Polizeihauptkommissar Dieter Striegl.

Schon mehrmals schlimme Unfälle

Zwei Streifenbesatzungen der Kemnather Polizeiinspektion rückten an. "Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Weiden wurde ein Unfallgutachter bestellt. Zudem wurde auch die Schwerlastkontrollgruppe der Verkehrspolizieiinspektion Weiden an die Unfallstelle zur Unterstützung der Ermittlungen beordert." Die Schwerlastkontrollgruppe konnte die Daten des unfallbeteiligten Sattelzuges auslesen und so genauere Erkenntnisse erlangen.

Ein unabhängiger Sachverständiger nahm vor Ort die erweiterte Unfallaufnahme auf. Wie genau es zu dem schrecklichen Unfall, bei dem ein junger Mann sein Leben verlor kommen konnte, steht noch nicht fest. Eine Streife der Waldsassener Polizei und das Kriseninterventionsteam überbrachten die schreckliche Nachricht den Angehörigen. "Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizeiinspektion Kemnath geführt."

Schon des Öfteren gab es auf diesem Streckenabschnitt der Staatsstraße 2177 zwischen Neusorg und Waldershof in den letzten Jahren Unfälle mit verheerenden Folgen.

Die Staatsstraße zwischen Neusorg und Waldershof, auf Höhe Pullenreuth, war für mehrere Stunden gesperrt.

Der Sachschaden beträgt insgesamt rund 35.000 Euro.

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