Tigers wachen zu spät auf

Bissig, angriffslustig und voller Energie kamen die Tigers nach dem ersten Seitenwechsel aus der Kabine. Sie boten den favorisierten Ravensburgern einen leidenschaftlichen Kampf und waren ein ebenbürtiger Gegner. Ivan Kolozvary (28.) stocherte den Puck in eigener Überzahl über die Linie und brachte die mitgereisten EHC-Fans zum ersten Mal zum Jubeln.

Auch den kurz drauf folgenden Towerstars-Treffer und die anschließende Drangphase des Heimteams steckten die Bayreuther weg. Sie konterten mit zwei weiteren Treffern. David Wohlberg (36.) und Christopher Kasten (39.) – der zweite Treffer im zweiten Powerplay – hatten die Tore erzielt. Es war ein richtig starkes zweites Drittel der Tigers.

Schwacher Beginn des EHC Bayreuth

Das Problem: Im ersten Abschnitt hatten sich die Bayreuther schwach präsentiert. So stand es nach 40 Minuten nicht 3:1 für die Gäste, sondern 4:3 für die Hausherren. Schon nach 15 Minuten leuchtete ein 3:0 für Ravensburg an der Anzeigetafel – und das völlig verdient.

Beide Teams gingen die Partie beherzt und mit hohem Tempo an, doch schon bald übernahmen die Towerstars das Kommando und erspielten sich gute Chancen. Daniel Pfaffengut zog Richtung Tor und erwischte EHC-Torwart Tomas Vosvrda im kurzen Eck am falschen Fuß – 1:0 (7.). Ein haltbarer Schuss.

Nur 37 Sekunden später folgte der nächste Nackenschlag für die Bayreuther: Diesmal ließen sie sich in der Vorwärtsbewegung zu einfach den Puck abnehmen, Daniel Schwamberger enteilte. Der Abschluss zum 2:0 (8.) war nur noch Formsache.

Erst ab der 11. Minute konnten sich die Tigers etwas aus der Umklammerung lösen und kamen selbst zu gelungenen Offensivaktionen. Lang dauerte diese Drangphase aber nicht. Bei angezeigter Strafzeit gegen den EHC schloss Lukas Slavetinsky zentral vor dem Tor kompromisslos ab und traf zum 3:0 (15.).

0:3-Hypothek war zu groß

Nun waren die Bayreuther völlig von der Rolle.Vosvrdas tollen Paraden war es zu verdanken, dass der Rückstand nach 20 Minuten nicht höher ausfiel. Diese 0:3-Hypothek aus dem ersten Abschnitt war über 60 Minuten gesehen zu groß für die Gäste.

Im Schlussdrittel setzten die Tigers weiter auf ihren Kampfgeist und kamen auch zu Chancen. Doch spielerisch tonangebend waren die Towerstars. Immer wieder verhinderte der EHC mit letztem Einsatz einen weiteren Gegentreffer.

Zudem behielt Johannes Wiedemann – er stand seit der 30. Minute im EHC-Tor – in mehreren Duellen mit Sören Sturm die Oberhand. Gegen Adriano Carciolas Abschluss zum 5:3-Endstand (51.) war der Keeper allerdings machtlos. Und dieses Ergebnis ging auch in Ordnung, da Ravensburg in dieser Partie das bessere Team gestellt und sich mehr Spielanteile gesichert hatte.

Ravensburg Towerstars: Langmann – de Paly, Dück; Slavetinsky, Sezemsky; Sturm, Keller – O’Brien, Roloff, Rachunek; F. Carciola, Tousignant, Mayer; Pfaffengut, Brandl, Vogt; Schwamberger, Detsch, A. Carciola.

EHC Bayreuth:Vosvrda (ab 30. Wiedemann) – Linden, Heider; Neher, Potac; Pavlu, Kasten – Stas, Wohlberg, Podzins; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, V. Busch; Kuhn, Rypar, Piskor.

Tore: 1:0 (7.) Pfaffengut (Sturm, Vogt), 2:0 (8.) Schwamberger, 3:0 (15.) Slavetinsky (Sturm, Roloff), 3:1 (28.) Kolozvary (Bartosch, Potac – 5 gegen 4), 4:1 (29.) Tousignant (Slavetinsky, Schwamberger), 4:2 (36.) Wohlberg (Stas, Podzins), 4:3 (39.) Kasten (Kolozvary, Bartosch – 5 gegen 4), 5:3 (51.) A. Carciola (Detsch, Schwamberger);

Strafminuten:Ravensburg 6, Bayreuth 8;

Zuschauer: 2447;

SR:Bidoul, Schmidt, Siebe.

Den Live-Ticker zur Partie finden Sie hier.

Nicht bewertet

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