Tigers vor den letzten Testspielen

„Die Intensität im Training wird jetzt langsam etwas reduziert“, sagt Tigers-Trainer Sergej Waßmiller mit Blick auf die ersten Ligaspiele am 15. September in Freiburg und am 17. September gegen den SC Riessersee, in denen dann die viel zitierten „schweren Beine“ der zurückliegenden Trainingswochen kein Faktor mehr sein sollen. Allerdings liegt seine Betonung auf „langsam“: „Es ist immer noch Vorbereitung, und wir haben noch zwei Spiele, also bleibt noch genug Zeit.“

Mit der bisherigen Entwicklung seines Teams zeigt sich der Tigers-Coach nach den letzten Eindrücken beim Testspiel gegen DEL-Vertreter Nürnberg Ice Tigers (3:6) sehr zufrieden: „Diese Leistung war vollkommen in Ordnung – vor allem wenn man bedenkt, dass die Mannschaften nicht nur in unterschiedlichen Ligen spielen, sondern sich auch in unterschiedlichen Phasen der Vorbereitung befanden. Meine Mannschaft hat einen sehr guten Job gemacht und ein Spiel gezeigt, das den Zuschauern sicher gefallen hat.“

Die Reihen stehen bereits

Am deutlichsten wird die Nähe zum Ligastart nun bei der Zusammenstellung der Reihen, bei der sich Waßmiller in der doppelten Generalprobe schon stark an seinen Vorstellungen für den Ernstfall orientiert: „Eine oder zwei Änderungen will ich nicht ausschließen, aber im Großen und Ganzen soll die Aufstellung so sein wie im ersten Punktspiel.“ Ein Beispiel ist die Besetzung im Tor, wo die Rollen erwartungsgemäß verteilt sind: „Tomas Vosvrda wird den Großteil der Spielzeit absolvieren, aber vielleicht bekommt Freddy Hartung auch ein Drittel oder ein paar Minuten.“

Bei der Planung kommt es dem Trainer entgegen, dass der bisher in den Testspielen fehlende Jozef Potac in dieser Woche wieder uneingeschränkt mittrainieren konnte und erstmals im Aufgebot stehen wird. Zudem rechnet Waßmiller fest mit dem Einsatz der Nürnberger Förderlizenzspieler Valentin Busch und Eugen Alanov: „Nur Thomas Voronov ist angeschlagen und wird wohl ausfallen.“ Besonders im Fokus stehen wird der bisher mit einem Probevertrag ausgestattete Verteidiger Mathias Müller, über dessen dauerhafte Verpflichtung nach den letzten beiden Testspielen entschieden werden soll.

Vielversprechende Ergebnisse der Regensburger

Die Eisbären Regensburg haben noch zwei Wochen länger Zeit zur Vorbereitung, denn ihr erstes Punktspiel in der Oberliga Süd steht erst am 29. September auf dem Programm (in Landshut). Trotzdem sind ihre bisherigen Testspiele schon jetzt recht vielversprechend. Nach zwei Siegen im Penaltyschießen gegen die Eispiraten Crimmitschau (2:1 und 5:4) endete am vergangenen Freitag gegen den EV Ravensburg auch der dritte Vergleich mit einem Team aus der DEL2 nach 60 Minuten unentschieden (3:3). In der 56. Minute hatten die Oberpfälzer sogar noch 3:1 geführt, aber dann ging diesmal das Penaltyschießen verloren.

Nach wiederholten vergeblichen Anläufen zum Aufstieg in die DEL2 versucht man es in Regensburg nun mit einem grundlegenden personellen Umbruch. 13 Spieler haben den Verein verlassen (darunter der Neu-Bayreuther Yannick Drews), zwölf kamen dafür neu hinzu. Viel verspricht man sich vom litauischen Nationalspieler Arnoldas Bosas, der in zwei Jahren bei den Sheffield Steeldogs in der (allerdings eher halbprofessionellen) englischen Liga 113 Spiele bestritt und dabei eindrucksvolle 180 Scorerpunkte sammelte. Zusammen mit dem bewährten tschechischen Spielmacher Nikola Gajowsky und Eigengewächs Lukas Hager bildete er in den bisherigen Testspielen die auffälligste Sturmreihe.

Langjährige Erfahrung in der DEL2 brachte der bereits 37 Jahre alte Deutsch-Kanadier Jason Pinizotto mit, der zuletzt für Crimmitschau gespielt hat. In unterschiedlicher Erinnerung sind die beiden Ex-Bayreuther im Kader der Eisbären: David Felsoci hat als Nachwuchsspieler in der Saison 2015/16 mit 24 Einsätzen zum Aufstieg der Tigers beigetragen. Dagegen denkt man bei Verteidiger Sebastian Wolsch hauptsächlich an den Ärger um seine Vertragsauflösung.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06