Tigers unterliegen Eislöwen mit 3:6

Knackpunkt der Partie war zweifelsohne eine Szene in der 37. Minute: Just, als Martin Davidek per Abstauber seinen dritten Treffer an diesem Abend zum 2:5 verwandelte, leistete sich Bayreuths Michal Barta einen heftigen Crosscheck gegen den Kopf des Dresdeners Timo Walther. Der Eislöwen-Stürmer blieb liegen, musste vom Arzt versorgt werden, und Barta kassierte folgerichtig fünf Strafminuten plus Spieldauer. „Da war das Spiel für uns dann eigentlich schon gelaufen“, resümierte Sergej Waßmiller. Sein Pendant Franz Steer gestand, „heute rundum zufrieden“ zu sein. „Unser Überzahlspiel war sehr gut, und wir haben auch sehr gut verteidigt, obwohl wir nur fünf Verteidiger dabei hatten.“

Für die Tigers hatte die Partie schon mit einer kalten Dusche begonnen, als erst Davidek (Waßmiller: „Der hat letzte Saison hier schon drei Tore gegen uns geschossen. Der ist gut, der Junge.“) und keine drei Minuten später Nick Huard Schwächen in der Bayreuther Defensive durch Treffer nach Alleingängen offenlegten. Es dauerte dann, bis sich die Tigers fingen und offensiv Akzente setzten. Doch sowohl bei Lindens Schlagschuss (11.) als auch bei Ziga Pesuts und Bartas Doppelchance (14.) war der starke Eislöwen-Torhüter Marco Eisenhut auf dem Posten. Nach dem Wechsel schien sich dann eine Wende anzubahnen, als erst Yannick Drews einen Dresdener Abpraller verwandelte und wenig später Marvin Neher Eisenhut mit einem fulminanten Schlagschuss aus halblinker Position überraschte.

Dresdner Eislöwen ziehen auf 5:2 davon

Die Hoffnungen des Bayreuther Anhangs zerstoben dann aber binnen sieben Minuten: Erst nutzte erneut Davidek eine Überzahlsituation mit einem Schuss in den Winkel aus kurzer Distanz zur erneuten Dresdner Führung, dann war Dominik Grafenthin zur Stelle, nachdem Bayreuths Rückhalt Tomas Vosvrda einen Schlagschuss von Sebastian Zauner noch hatte parieren können. Besagtes 5:2 mit der anschließenden langen Strafe gegen die Bayreuther war so etwas wie die Vorentscheidung.

Die Tigers überstanden diese Strafe zwar unbeschadet, für eine Wende aber war der Rückstand zu deutlich, zumal die Sachsen in der Defensive wachsam blieben und Eisenhut Jozef Potacs (51.) Schlagschuss ebenso sehenswert parierte wie danach die Versuche von Kolozvary (52.), Ziga Pesut (54.) und Luca Gläser (56.). Als Felix Linden das 3:5 bei einem Konter in Unterzahl geglückt war – Eisenhut hatte hier nicht gut ausgesehen – waren nur mehr 2:07 Minuten auf der Uhr. Zwölf Sekunden vor Schluss besiegelte der starke Thomas Pielmeier mit dem 6:3 für die Gäste endgültig die erste Nullnummer der Tigers in dieser Saison auf heimischem Eis.

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Heider, Müller; Potac, Neher; Gerstung, Linden, S. Mayer – Pavlu, Barta, Pesut; Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch; Drews, S. Busch, Gläser; Voronov, Stas, Felsoci.

Dresdner Eislöwen: Eisenhut – Veisert, Boutin; Zauner, Kramer; Schmidt– Rupprich, Huard, Schiemenz; Davidek, Höller, Rajala; Garten, Pielmeier, Walther; Glemser, Grafenthin.

SR: Hascher, Oswald;

Strafminuten: Bayreuth 6 plus 5 plus Spieldauer gegen Barta, Dresden 6;

Zuschauer: 1667.

Tore: 0:1 (5.) Davidek (Kramer, Zauner), 0:2 (7.) Huard (Schiemenz, Rupprich – 5 gegen 4), 1:2 (23.) Drews (S. Busch, Gläser), 2:2 (25.) Neher (Bartosch, Geigenmüller), 2:3 (30.) Davidek (Rajala, Pielmeier – 5 gegen 4), 2:4 (35.) Grafenthin (Zauner, Glemser), 2:5 (37.) Davidek (Höller, Kramer), 3:5 (58.) Linden (Gerstung – 4 gegen 5), 3:6 (60.) Pielmeier (Grefenthin, Glemser).

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06