Tigers-Sieg erst nach Penaltyschießen

Beide Mannschaften einigten sich darauf, die Entscheidung ohne Verlängerung gleich im Penaltyschießen zu suchen. Dort traf für die Tigers nach Michal Barta auch Ziga Pesut, der damit der offizielle Siegtorschütze war.

Die 2:0-Führung nach 24 Minuten war für die Bayreuther eher schmeichelhaft. In den ersten zehn Minuten hatte sich wesentlich mehr in ihrer Verteidigungszone abgespielt als auf der Gegenseite, und Torwart Tomas Vosvrda war stärker gefordert als sein Gegenüber Olivier Roy. Dafür verwerteten die Gastgeber aber gleich ihre erste klare Chance konsequent: Nachdem sich die Sturmreihe um Sergej Stas einmal mit schnellem Zusammenspiel in der Angriffszone festgesetzt hatte, fand das Zuspiel des Mittelstürmers aus der linken Ecke den vor dem Tor frei stehenden Michal Barta, der mit energischem Nachsetzen vollendete.

Doch weder der Treffer, noch das eine knappe Minute später folgende erste Powerplay änderten etwas Grundsätzliches am Spielverlauf. Ihre beste Chance hatten die Tigers erst eine Minute vor der ersten Pause: Sebastian Busch spielte Eugen Alanov glänzend frei, doch der konnte Torwart Roy aus kurzer Distanz nicht überwinden.

Viel Tempo und viel Arbeit für die Torhüter

Der zweite Abschnitt verlief ausgeglichen mit viel Tempo. Beide Teams waren bemüht, stets schnell auf Offensive umzuschalten, und die starken Torhüter auf beiden Seiten bekamen reichlich Arbeit. Nach einer Doppelchance für Ivan Kolozvary, der erst abgeblockt wurde und dann an einer glänzenden Parade von Roy scheiterte (22.), hatten aber zunächst wiederum nur die Bayreuther zählbaren Erfolg. Martin Heider traf mit einem Schlagschuss von der blauen Linie.

Trotzdem war das Chancenverhältnis insgesamt immer noch so, dass der erste Treffer für Crimmitschau völlig verdient war - zumal er das Prädikat sehenswert verdiente: Der auffällige Amerikaner Robbie Czarnik bekam von Jordan Knackstedt einen Pass in den Lauf und verwertete ihn aus Mittelstürmerposition per Direktschuss. Der Ausgleich durch das gleiche Eispiraten-Gespann fiel dann aber ausgerechnet in einer Phase, als die Bayreuther die besseren Chancen hatten. Diesmal kam der Pass für Czarnik von hinter dem Tor.

Zweiter Treffer von Michal Barta

Im letzten Abschnitt mussten die Bayreuther zunächst zwei Unterzahl-Situationen überstehen, aber die zweite dauerte nur vier Sekunden, weil Alanov recht geschickt sofort auch eine Strafe für Crimmitschau heraus holte. Bei vier gegen vier bewies dann Michal Barta mit seinem zweiten Treffer die Qualitäten, die ihn bisher zum erfolgreichsten Torschützen der Tigers gemacht haben: Eine in der neutralen Zone eroberte Scheibe verwertete er mit kompromisslosem Zug zum Tor und schnörkellosem Abschluss zum 3:2.

Doch schon 47 Sekunden später war klar, dass auch damit noch nichts entschieden war. Da musste nämlich Vosvrda mit einer tollen Parade gegen Knackstedt schon wieder den Ausgleich verhindern. Der Schlagabtausch blieb abwechslungsreich, wurde dabei allerdings ruppiger, so dass sich die Strafzeiten häuften. Ein weiterer Treffer gelang nur noch den Gästen in einer etwas unklaren Situation. Die Tigers-Abwehr wirkte dabei nicht ganz konzentriert, und der Schuss von Patrick Pohl in höhe des Bullypunkts überraschte wohl auch Vosvrda ein wenig.

Statistik

Bayreuth Tigers: Vosvrda -- Müller, Heider; Neher, Gerstung; Pavlu, Linden; Mayer -- Pesut, Stas, Barta; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; V. Busch, S. Busch, Alanov; Voronov, Drews, Gläser.

Strafminuten: Bayreuth 18, Crimmitschau 12 plus je 10 für Ostwald und Czarnik; Zuschauer: 1196.

Tore: 1:0 (11.) Barta (Stas, Heider), 2:0 (24.) Heider (Drews), 2:1 (28.) Czarnik (Knackstedt), 2:2 (37.) Czarnik (Knackstedt), 3:2 (45.) Barta (4 gegen 4), 3:3 (51.) Pohl (Keil), 4:3 Pesut (60. – Penalty).

Nicht bewertet

Anzeige