Tigers-Revanche in Regensburg mit 5:3

Die drei Gegentore resultierten dabei ausschließlich aus dem starken Powerplay der immer gleichen Regensburger Überzahlformation. Die Bayreuther kamen druckvoll aus der Kabine und bestimmten zunächst das Geschehen. Allmählich bestätigten die Gastgeber aber den guten Eindruck vom Freitag und erarbeiteten sich ab Mitte des ersten Drittels sogar streckenweise mehr Spielanteile. Ihre Führung nach den ersten 20 Minuten war somit nicht unverdient, auch wenn für den einzigen Treffer eine 5:3-Überzahl nötig war.

Ausgleich durch Tryout-Verteidiger

Diesen Auftrieb nahm der Oberligist auch mit in den zweiten Abschnitt. Gestoppt wurde sein Schwung erst durch den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Bayreuther Ausgleich. Als Torschütze zeichnete sich Tryout-Verteidiger Mathias Müller aus, über dessen dauerhafte Verpflichtung nun nach Abschluss der Testspiele entschieden werden soll.

Von diesem Zeitpunkt an übernahmen wieder die Tigers die Kontrolle. Allerdings mussten sie beim einen oder anderen Leichtsinnsfehler im Zusammenspiel immer auf der Hut sein, denn die Regensburger wurden in solchen Situationen sofort gefährlich. Torhüter Tomas Vosvrda musste bei einem Penalty von Arnoldas Bosas sogar einen erneuten Rückstand verhindern (29.), ehe schließlich Kolozvary in Überzahl zum 2:1 für Bayreuth traf. Der Slowake war es auch, der in der turbulenten letzten Minute des zweiten Drittels kaum 15 Sekunden nach dem Regensburger Ausgleich für die erneute Tigers-Führung sorgte.

Auch drittes Regensburger Tor in Überzahl

Im letzten Drittel bestätigte sich der Eindruck, dass auf Regensburger Seite die Kräfte nachließen. Nach dem 4:2, das aus einem Fehler im Aufbau der Eisbären resultierte, hätte Michal Barta beinahe nachgelegt, als er nach starker Einzelaktion den Pfosten traf (49.). Das glänzende Powerplay um den herausragenden Nikola Gajovsky brachte die Eisbären noch einmal heran (nach nur acht Sekunden langer Überzahl), aber im Spiel mit fünf gegen fünf hatten die Bayreuther das Geschehen weitgehend im Griff. Acht Sekunden vor Schluss traf Valentin Busch noch ins leere Tor. Am wenigsten Freude am Sieg hatte sicher Jozef Potac. Der Kapitän schied Mitte des letzten Drittels aus, nachdem er von einer gelupften Scheibe im Gesicht getroffen worden war.

Statistik

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Heider, Müller; Potac, Neher; Linden, Pavlu; Gerstung, Mayer – Barta, Stas, Pesut; Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch; Gläser, S. Busch, V. Busch; Drews, Alanov.

Strafminuten: Regensburg 14, Bayreuth 14; Zuschauer: 1565.

Tore: 1:0 (16.) Gajovsky (Pinizzotto, Flache – 5 gegen 3), 1:1 (25.) Müller (Pesut, Alanov), 1:2 (32.) Kolozvary (Potac, Bartosch – 5 gegen 4), 2:2 (40.) Flache (Gajovsky, Pinizzotto – 5 gegen 4), 2:3 (40.) Kolozvary (Geigenmüller), 2:4 (46.) Alanov (Pesut, Barta), 3:4 (54.) Gajovsky (Pinizzotto, Flache – 5 gegen 4), 3:5 (60.) V. Busch (5 gegen 6).

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06