Tigers nach 3:4-Niederlage am Tabellenende

Tigers-Trainer Sergej Waßmiller beklagte wieder das fehlende Glück, zumal mit Michal Bartosch vor dem letzten Drittel erneut ein Ausfall zu beklagen war: „Unser erstes Drittel war stark, aber die Scheibe wollte nicht rein. Im zweiten kommen wir zum 2:2, werden dann aber gleich für eine unnötige Strafzeit bestraft. Im letzten Drittel haben wir alles versucht und hatten auch das 4:4 auf dem Schläger. Mindestens einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“

Gäste mit mehr Durchschlagskraft

Man kann denselben Sachverhalt aber auch so beschreiben: Entscheidender Unterschied zwischen beiden Teams war die Durchschlagskraft. Während die Gäste mit der Reihe um Topscorer Jordan Knackstedt einen stets gefährlichen Paradesturm stellten, aus dem der dreifache Torschütze Robbie Czarnik auch noch ein Stück herausragte, waren die Bayreuther Aktionen im Abschluss meist nicht präzise genug, um den sicheren Eispiraten-Torwart Brett Kilar zu bezwingen.

Das deutete sich schon im ersten Drittel an: Die Bayreuther verzeichneten zwar sogar ein leichte Mehrzahl an Möglichkeiten, doch die Chancen für Crimmitschau wirkten meist zwingender. Vor allem der Czarnik-Sturm brachte die Ordnung in der geschwächten Bayreuther Defensive mit nur fünf Verteidigern mehrfach ins Wanken. Zwei Minuten nach der bis dahin größten Chance, als Ivan Ciernik nach einem der seltenen Abpraller des erneut starken Tigers-Torhüters Tomas Vosvrda aus der Drehung das leere Tor verfehlt hatte (10.), erzielte diese Formation in einer weiteren Druckphase auch die Führung für die Gäste. Nur 17 Sekunden später drohte sogar das 0:2 durch Patrick Pohl, der Vosvrda fast schon ausgespielt hatte, dann aber doch noch am Schlussmann scheiterte.

Ausgleich durch zwei Luciani-Treffer

Einen herben Rückschlag für alle guten Vorsätze der Bayreuther bedeutete das 0:2 nach 72 Sekunden des zweiten Drittels. Czarnik bekam dabei allzu viel Zeit, um sich die Scheibe in Mittelstürmerposition zurecht zu legen. Die Tigers reagierten aber alles andere als demoralisiert, sondern suchten sofort die Offensive. Der Erfolg stellte sich auch schnell ein, als Anthony Luciani als insgesamt deutlich gefährlichster Bayreuther Stürmer nach einer längeren Druckphase einen Abpraller von hinter dem Tor in Torjäger-Manier zum Anschlusstreffer nutzte. Der Kanadier erzwang schließlich mit einem spektakulären Schuss aus spitzem Winkel in eine winzige Lücke am kurzen Pfosten unter die Latte sogar das 2:2.

Diese gute Ausgangslage ging jedoch in den letzten drei Minuten des zweiten Drittels wieder verloren. Ein toller Querpass von Knackstedt zu Czarnik führte nach nur sieben Sekunden langem Powerplay zum 2:3, und 90 Sekunden vor der Pause konnte Scott Allen einen Abpraller von der Bande unbedrängt zum vierten Tor für die Gäste verwerten.

Im letzten Drittel konzentrierten sich die Eispiraten darauf, ihren Vorsprung defensiv zu verwalten. Trotzdem kamen die Tigers nach dem verdeckten Schuss von Andreas Geigenmüller zum 3:4 dem Ausgleich nahe: Zweieinhalb Minuten vor Schluss brachte Eric Chouinard bei einem 2-auf-1-Konter in Unterzahl mit Luciani die Scheibe zwar am Torwart vorbei, aber nicht ins Tor.

Statistik

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Linden, Pavlu; Potac, Mayer; Gerstung – Luciani, Chouinard, Gläser; Gams, Kolozvary, Bartosch; Geigenmüller, S. Busch, V. Busch; Alanov, Stas.

Eispiraten Crimmitschau: Kilar – Olleff, Kranjc; Maschmeyer, Schietzold; Ostwald, Weber; Halbauer – Knackstedt, Czarnik, Ciernik; Allen, Pohl, Saarinen; Schlenker, Kabitzky, Walsh; Karachun, Gollenbeck.

SR: Noeller, Oswald; Strafminuten: Bayreuth 8, Crimmitschau 12; Zuschauer: 2494.

Tore: 0:1 (13.) Czarnik (Ciernik, Knackstedt), 0:2 (22.), Czarnik (Ostwald, Kranjc), 1:2 (24.) Luciani (Alanov, Potac), 2:2 (36.) Luciani (Alanov, S. Busch – 5 gegen 4), 2:3 (37.) Czarnik (Knackstedt, Saarinen – 5 gegen 4), 2:4 (39.) Allen (Pohl, Maschmeyer), 3:4 (54.) Geigenmüller (Kolozvary, Gerstung – 4 gegen 4).

3.5 (2 Stimmen)

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Kommentare

So sieht ein Absteiger aus!



Das was man von der Mannschaft gesehen hat, waren meist nur Einzelaktionen. Das Zusammenspiel, sowie das Passspiel klappte zu 90% des gesamten Spiels nicht. Dann kommen noch die 100% Tor - Chancen dazu, die einfach liegengelassen werden, wie soll man dann so ein Spiel gewinnen!
Trainer Wasmiller und Habnitt stellten vor Saisonbeginn eine durchschlagskräftige Mannschaft für die DEL2 zusammen. Schon nach ein paar Spielen musterte man zwei Spieler aus, die vielleicht noch zwei bis drei Spiele gebraucht hätten, um sich in ihren Reihen zu etablieren und man stellte von nun an die fast eingespielten Reihen sofort wieder um. Von dieser Zeit an kamen auch noch Verletzte, ausgeliehene Förderlizenzspieler (an andere Mannschaften bei einem schwachen Kader ausgeliehen), für Weltmeisterschaft abgestellte Spieler hinzu. Da muss man sich doch mal die Frage stellen :
Wer von den geistreichen Verantwortlichen kommen immer auf solche Gedanken und Ideen?
Merkt Ihr nicht, dass Ihr die Mannschaft dadurch sehr schwächt?
Wie wollen sich die Sturmreihen untereinander abstimmen?
Das gesamt spielende Powerplay ist noch schlechter geworden, gegenüber der Oberligasaison!
Geige fühlt sich in dieser Situation mit immer wechselnder Sturmreihe überhaupt nicht wohl!

Sieht das der Trainer nicht, oder will er das nicht sehen?


Die KGB Truppe, war ein blind eingespieltes Team mit Verteidiger Potac und Müller!
Sie schossen viele Tore, ihr Zusammenspiel war sehr gerne anzusehen und jeder fühlte sich pudelwohl!

Bis zu diesem Zeitpunkt, als Kolupailo kam!!!


Da musste der Trainer den Geige herausnehmen und einen Russen (Kolupailo) für Ihn ersetzen, nur weil der Russe es sich so gewünscht hat!
Von da an war die Moral und das blinde Einspielen der Stürmerreihe gebrochen.
Seit dieser Zeit hat Geige nicht mehr 100%ig seine Chancen genutzt, das was man bis gestern sah, war nur Stückwerk und Einzelaktionen!

So nun, du SUPERTRAINER :
Wo ist jetzt der Russe, der alles kaputt gemacht hat???

Eure Euphorie war letztes Jahr zu hoch, mit den Play-Offs!
Ihr habt gedacht, in diesem Jahr schaffen wir das auch!
Ha Ha Ha, es darf wieder einmal gelacht werden!!!

Wenn Wasmiller und Co. so weitermachen, ist der EHC ein potenzieller Absteiger Nummer 1. Diese Truppe mit so einer Einstellung vom Trainer, kann nicht einmal gegen den EC Bad Tölz bestehen!

Wasmiller, Habnitt und Wendels, ja Ihr habt in dieser bestehenden Saison, schon soviel Scheiße produziert und habt es noch nicht einmal gemerkt.

Wisst Ihr warum, dass im Stadion nie zweitausend Zuschauer sind?
Schaut einmal Euch vier an und denkt mal ganz scharf nach, was Ihr mit der Mannschaft gemacht habt.
Dazu kommt noch der jetzige Tabellenplatz, denn wer will sich zu Hause jedes mal eine Niederlage anschauen!
Und drittens, die Reihenzusammenstellung ist totaler Scheiße!!!

Entweder muß nur der Trainer oder gleich alle Vier abgesetzt und erneuert werden!!

Soviel zum Thema EHC Bayreuth : ETC Crimmitschau am 03.01.2018!!

Die Kolumne schrieb:
Ein treues Mitglied, das sich so seine Gedanken über alles vom EHC BAYREUTH "Die Tigers " macht!