Tigers lassen viele Chancen liegen

Spätestens mit Beginn des Mittelabschnitts beim Spielstand von 1:1 übernahmen die Bayreuther klar die Spielkontrolle und ließen sich diese auch bis zur 50. Minute nicht nehmen. In dieser Phase kamen die Hausherren zu zahlreichen sehr guten Chancen, aus denen sie aber zu wenig Kapital schlugen. Immer wieder reagierte Freiburgs Torwart Lukas Mensator prächtig.

Ein Beispiel: Michal Bartosch (26.) hatte das Tor umkurvt, das kurze Eck war frei, doch blitzartig fuhr Mensator seinen Arm aus und verhinderte das zweite Bayreuther Tor. Auch gegen den besten Bayreuther, Ivan Kolozvary, blieb er Sieger, doch den Abpraller hämmerte Jan Pavlu in die Maschen – 2:1 (37.).

Schnelle Ausgleichstreffer

Die zu diesem Zeitpunkt hochverdiente Führung hielt aber nicht lange. Ein Distanzschuss von Yannick Mund fand den Weg zum 2:2 (39.) ins Tor.

Das war der Unterschied an diesem Tag: Freiburg hatte nicht viele gute Chancen gebraucht, um in diesem Drittel zum Ausgleich zu kommen. Auch deshalb ging die defensiv ausgerichtete Taktik der Gäste auf. Die Breisgauer hatten nie ein optisches Übergewicht, doch machten sie in ihrer kompakten Abwehr nur wenig Fehler, schalteten dann schnell um.

So hatten sie auch auf den erneuten Bayreuther Führungstreffer durch einen strammen Geigenmüller-Schuss (41.) die passende Antwort. Diesmal eroberten sie sich in der Ecke den Puck, ein präziser Pass, Nikolas Linsenmaier traf zum 3:3 (44.). Nun ging keine Mannschaft mehr das letzte Risiko, die Freiburger wirkten bei ihren Angriffen allerdings etwas gefährlicher. Es blieb in diesem Drittel – genauso wie in den anderen beiden – beim 1:1.

Kolozvary trifft den Pfosten

Für den letzten und den ersten Abschnitt war dieses Ergebnis auch leistungsgerecht. Hier agierten die beiden Teams auf die jeweiligen 20 Minuten gesehen auf Augenhöhe. Im ersten Drittel hatten Petr Haluza (7.) und nur 28 Sekunden später Ivan Kolozvary getroffen. Gegen Ende des Abschnitts hatte Bayreuth viel Druck entwickelt, doch eine fast vierminütige Überzahl blieb ungenutzt.

Auch in der Verlängerung waren die Bayreuther zunächst das druckvollere Team. Kolozvary (62.) scheiterte am Innenpfosten. Danach pfiffen die Schiedsrichter, die zuvor sehr viel laufen ließen, eine kleinliche Strafzeit gegen die Tigers. Nun war es Bayreuths Keeper Johannes Wiedemann, der das 3:3-Unentschieden in Unterzahl festhielt.

Auch im folgenden Penaltyschießen parierte er stark gegen Christian Billich, musste aber den Schuss von Marton Vas passieren lassen. Der ungarische Nationalmannschaftskapitän blieb der einzige erfolgreiche Schütze, die Bayreuther Niederlage war besiegelt.

EHC Bayreuth: Wiedemann – Heider, Linden; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten; Neher – Stas, Wohlberg, Geigenmüller; Kolupaylo, Kolozvary, Bartosch; Marsall, S. Busch, Piskor; Kuhn, Fröhlich, Rypar.

EHC Freiburg: Mensator – Rießle, Vavrusa; Vas, Meyer; Mund, Kästle – Haluza, Duda, Wittfoth; Billich, Linsenmaier, Kunz; Schlenker, Bräuner, Herm; Cihak, Saccomani, Wagner.

Tore: 0:1 (7.) Haluza (Wittfoth, Duda), 1:1 (8.) Kolozvary (Potac, Mayer), 2:1 (37.) Pavlu (Kasten, Kolozvary), 2:2 (39.) Mund (Linsenmaier, Billich), 3:2 (41.) Geigenmüller (Stas, Wohlberg), 3:3 (44.) Linsenmaier (Billich, Kunz), 3:4 Vas (Penalty);

Strafminuten: Bayreuth 6, Freiburg 6;

Zuschauer:1660;

SR: Oswald, Kontny, Seeßle.

Hier der Live-Ticker zum Nachlesen.

Nicht bewertet

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