Tigers in Kaufbeuren auf Punktejagd

Diese Begegnung stand am dritten Spieltag auf dem Programm, als das neue Eisstadion noch nicht ganz fertig war. Erst am 7. Oktober wurde die neue Arena eingeweiht, die 3100 Zuschauern Platz bietet (bei Umwandlung von einigen der 1100 Sitzplätze in Stehränge auch bis zu 3500) und die einsturzgefährdete bisherige Spielstätte des traditionsreichen Eishockey-Standorts ersetzt.

24 Millionen Euro hat die 42.000 Einwohner zählende Stadt im Allgäu dafür aufbringen müssen. Nachdem ein Bürgerentscheid mit 60 Prozent zugunsten des Projekts ausgefallen war, musste Bürgermeister Stefan Bosse bei der Eröffnung keine Kritik fürchten: „Die Bürger haben gesagt: Hier ist die Wiege des Eishockeys, das darf nicht verloren gehen.“

Zwei Siege im neuen Stadion

Inzwischen hat der ESVK zweimal im neuen Stadion gespielt und dabei jeweils gewonnen (1:0 gegen Freiburg, 5:4 n. V. gegen Bietigheim). Man darf also davon ausgehen, dass er sich mit seinen zwei ausstehenden Nachholspielen auf Platz acht auf der Überholspur der Tabelle sieht. Schließlich hat die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann sechs ihrer bisherigen acht Spiele auswärts austragen müssen, was die Zwischenbilanz von zwölf Punkten ein gutes Stück aufwertet.

Wegen des reduzierten Programms ist es auch kein Makel, dass der Topscorer des ESVK unter den erfolgreichsten Punktesammlern der Liga erst an 16. Stelle zu finden ist. Die vier Tore und acht Assists von Sami Blomqvist bedeuten immerhin respektable 1,5 Punkte pro Spiel. Sein finnischer Landsmann Jere Laaksonen folgt mit zehn Punkten (drei plus sieben) auf Platz 28.

Traditionell gilt aber ohnehin eher die Defensive als Stärke der Kaufbeurer, wo auch der Ex-Bayreuther Christopher Kasten eine wichtige Rolle spielt. Garant dafür ist aber vor allem Torhüter Stefan Vajs. Wie viel der 29-Jährigen zum starken fünften Platz der vergangenen Saison beigetragen hat, unterstrich seine Wahl zum Spieler des Jahres in der DEL2.

Verzichten muss der ESVK neben Stürmer Steven Billich, der mit einer Fraktur im Stirnbereich länger ausfällt, auch auf Verteidiger Simon Schütz. Der Förderlizenzspieler des ERC Ingolstadt zog sich unlängst eine schwere Knieverletzung zu. Auch die Tigers sind trotz des Mitwirkens der beiden Nürnberger Förderlizenzspieler Eugen Alanov und Valentin Busch nicht komplett. Michal Barta, der sich im zurückliegenden Spiel gegen Dresden eine Spieldauerstrafe eingefangen hatte, wurde von der Liga für zwei Spiele gesperrt.

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06