Tigers fehlt noch ein Punkt

Schließlich ist nicht nur der Klassenerhalt in greifbarer Nähe, auch das Heimrecht in den Pre-Playoffs ist realistisch. Platz acht ist dazu mindestens nötig – und diesen hat aktuell Ravensburg inne, mit einem Punkt Vorsprung auf die Bayreuther.

Doch auf diese Rechenspielchen will sich EHC-Trainer Sergej Waßmiller nicht einlassen: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel, dann sehen wir, was am Ende rauskommt. Wir werden auch in Ravensburg alles geben, die Jungs waren am Montag im Training voll fokussiert und sind heiß auf die Partie.“ Und es nahmen alle außer dem Langzeitverletzten Michael Kuhn am Training teil. „Wir wollen unsere sehr gute Hauptrunde jetzt auch positiv abschließen“, sagt Waßmiller.

Ravensburger hinken Erwartungen hinterher

Dagegen verläuft die Saison aus Sicht der Ravensburger enttäuschend. Der Halbfinalist der vergangenen Spielzeit hatte sich als Minimalziel Platz sechs vorgenommen, darauf hat er nur noch eine sehr geringe Chance.

Die Unzufriedenheit bei den Schwaben zeigt sich auch an vielen Spielerwechseln. Gerade auf Kontingentposition gab es zahlreiche Veränderungen: Einzig Topscorer Matthieu Tousignant (17 Treffer/ 28 Vorlagen) überzeugte durchgehend. Allerdings droht der Kanadier (Muskelverletzung) – genauso wie Verteidiger Raphael Kapzan (Grippe) – gegen Bayreuth auszufallen.

Viele Wechsel im Ravensburger Kader

Seine Landsleute Zach O’Brien, Riley Brace und Cam Reid haben die Towerstars mittlerweile wieder verlassen, Brian Roloff (USA, 8/15), Ivan Rachunek (Tschechien, 7/9) sowie Adam Lapsansky (Slowakei, 8/7) drücken dem Ravensburger Spiel nicht wie erhofft ihren Stempel auf. Da mit den Carciola-Brüdern Adriano (17/11) und Fabio (5/21) – sie liegen in der internen Scorerliste immer noch unter den Top fünf – zwei wichtige Stürmer nicht mehr zum Kader gehören, liegt viel Verantwortung auf den DEL-erfahrenen Sören Sturm (7/23) und Vincenz Mayer (13/15).

Am vergangenen Wochenende holten die Ravensburger nur einen Punkt und auch ihre bisherige Bilanz gegen die Bayreuther fällt negativ aus: Die Tigers gewannen ihre Heimspiele (4:2, 3:1) und verloren den Auswärtsauftritt (3:5) – und der Aufsteiger könnte die Sorgen bei den Ravensburger mit einem weiteren Erfolg vergrößern.

Doch warnt Tigers-Trainer Waßmiller: „Die Ravensburger waren vor der Saison ein Titelkandidat, warum sie ihre Qualität nicht aufs Eis bringen, weiß ich nicht, aber sie ist definitiv da.“ Deswegen müsse sein Team auswärts erneut eine hoch konzentrierte Leistung abrufen. Soll heißen: Fehler vermeiden, in der Defensive konsequent stehen und die eigenen Chancen hochprozentig nutzen.

Nicht bewertet

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