Tigers: Busch-Brüder bleiben beisammen

In der vergangenen Saison standen die beiden Buschs erstmals in ihrer Karriere gemeinsam in einem Kader. „Wir haben das als Herausforderung gesehen“, wird Sebastian in einer Mitteilung zitiert. Auch etwas Skepsis sei dabei gewesen. Schließlich hätte es sein können, dass man bei Fehlern mit dem eigenen Bruder etwas härter ins Gericht geht als mit anderen Mitspielern.

Doch das sei unbegründet gewesen. „Wir ergänzen uns auf dem Eis sehr gut. Ich nehme eher die Rolle des Vorbereiters ein, Valentin die des Vollstreckers“, sagt Sebastian.

Starkes Duo in einer Reihe

Und die Statistiken der beiden Reihenkollegen können sich sehen lassen. Sebastian kam in der abgelaufenen DEL2-Saison in 56 Spielen auf 27 Scorerpunkte (6 Treffer, 21 Vorlagen), Valentin in 48 Einsätzen auf 28 Punkte (16/12).

„Dass unser Zusammenspiel weiter so gut klappt, kann keiner garantieren, aber wir sehen das ganz positiv. Wir sprechen viel miteinander über Eishockey und haben das Vertrauen des Trainers, was natürlich ganz wichtig ist“, sagt Sebastian Busch.

Tigers-Coach Sergej Waßmiller ist voll des Lobes für die Busch-Brüder, stellt ihnen ein einwandfreies Arbeitszeugnis aus. Valentin bescheinigt er sogar „außergewöhnliche Fähigkeiten für sein Alter“. Der 19-Jährige bringe den Torriecher mit, den ein Spieler hat oder eben nicht. Lernen könne man diese Eigenschaft nicht.

Rookie des Jahres

Nicht zuletzt das brachte Valentin Busch in der vergangenen Saison den Titel „Rookie des Jahres“ in der DEL2 ein – und das in seiner ersten Spielzeit im Herrenbereich. Ausschlaggebend dafür waren wohl auch seine fünf Einsätze (2 Treffer) bei der U20-Weltmeisterschaft und sechs Partien bei seinem Arbeitgeber Nürnberg Ice Tigers in der DEL.

Nun soll er sich ein weiteres Jahr in Bayreuth für zusätzliche Einsätze in der Ersten Liga empfehlen. In der Mitteilung der Tigers heißt es: „Wie bereits in der vergangenen Saison wird der 19-jährige Außenstürmer den Großteil – gegebenenfalls auch die komplette Zeit – der anstehenden Saison in Bayreuth verbringen.“

Von Landshut über Duisburg nach Bayreuth

Für seinen älteren Bruder Sebastian ist das dann die dritte Spielzeit in Bayreuth. 2015 von den Füchsen Duisburg nach Bayreuth gewechselt, entwickelte sich der Linksschütze schnell zu einer festen Größe im Angriff. In 113 Pflichtspielen erzielte der 24-Jährige 26 Treffer und bereitete 48 Treffer vor.

Gerade in den Aufstiegs-Playoffs 2015/16 war Busch einer der Garanten für die erfolgreiche Saison, als ihm in 14 Partien 16 Scorerpunkte gelangen. Mittlerweile stehen bereits 300 Einsätze in Oberliga beziehungsweise DEL2 in der Vita des gebürtigen Erdingers, der seine Eishockey-Ausbildung bei seinem Heimatverein sowie in Landshut absolvierte. Mit Spielen bei den damaligen Cannibals begann auch Sebastian Buschs Karriere im Herrenbereich.

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