Tigers bestrafen Falken-Fehler

Den größten und vorentscheidenden Fehler machte Heilbronns Andrew Hare in der 31. Minute. Der Keeper war hinter sein Tor gefahren, um das Spiel aufzubauen. Dabei wurde er fair von Michael Bartosch gestört, so dass der Pass des Torwarts zum Gegenspieler ging. Der hieß Patrik Rypar, schaltete schnell und erzielte das 2:0 für die Tigers.

Zuvor hatten sich die beiden Teams im zweiten Spielabschnitt neutralisiert. Torchancen gab es wenige, die etwas besseren standen für den EHC zu Buche. Doch dann tauchte Richard Gelke (33.) nach einem Fehler von Felix Linden allein vor dem Tigers-Tor auf, setzte den Puck aber an den Pfosten.

Die Bayreuther Fans atmeten tief durch und sahen dann, wie sich ihre Mannschaft nun Vorteile erspielte und in Überzahl mehrere gefährliche Offensivaktionen hatte. Aber auch wenn das Powerplay im Vergleich zu den vergangenen Wochen besser war, ein Treffer gelang nicht.

Kasten trifft zum 1:0

Allerdings hatten die Hausherren ihre schwache Überzahlstatistik bereits im ersten Durchgang verbessert. Nach starker Vorarbeit von Kolozvary hatte Christopher Kasten die Scheibe zum 1:0 (4.) über die Linie gedrückt und seine Mannschaft so für eine starke Anfangsphase belohnt. Linden (9.) hätte sogar erhöhen können, scheiterte jedoch aus guter Schussposition an Hare.

Danach übernahm Heilbronn die Spielkontrolle, und erspielte sich mehrere Ausgleichschancen. Doch Tomas Vosvrda im EHC-Tor behielt unter anderem im direkten Duell gegen Kevin Lavallee (14.) die Oberhand und warf sich mit etwas Glück in der 19. Minute erfolgreich in mehrere Schüsse der Heilbronner.

„Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, haben dann aber ab der zehnten Minute den Faden verloren und zu viele individuelle Fehler gemacht“, sagte EHC-Trainer Sergej Waßmiller. „Das Mitteldrittel war wieder völlig okay, und im letzten Abschnitt war ja fast kein Eishockey mehr möglich.“

Heilbronner bringen Härte ins Spiel

Zunächst hatten die Falken das Bayreuther Tor in der 46. Minute unter Dauerbeschuss genommen, doch erneut verhinderte die Tigers-Abwehr einen Gegentreffer. Frust machte sich bei den Heilbronnern breit. Sie brachten Nickligkeiten und versteckte Fouls ins Spiel. Vor allem Henry Martens zog sich mit seinem unfairen Aktionen den Unmut der Bayreuther zu.

Es kam zu einigen Handgemengen und die Strafzeiten häuften sich. „Meine Mannschaft hat gut reagiert und sich nicht von der Hektik anstecken oder provozieren lassen“, sagte Waßmiller. Und sie gab zudem die passenden Antworten. Erst erzielte Marcus Marsall in Überzahl das 3:0 (48.), Ivan Kolozvary legte drei Minuten später den vierten Treffer nach.

In der Schlussphase zeigten die undisziplinierten Heilbronner Hitzköpfe, warum sie die Strafbankkönige der DEL2 sind. Die Baden-Württemberger stellten die Strafbank vor eine Belastungsprobe. Viel Platz war in der Kühlbox nicht mehr, als zeitweise fünf Falken-Spieler gleichzeitig Strafen absitzen mussten.

EHC Bayreuth:Vosvrda – Linden, Neher; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten – Stas, Wohlberg, Robinson; Bartosch, Kolozvary, Rypar; Marsall, S. Busch, Kuhn; Fröhlich.

Heilbronner Falken: Hare – Martens, Harty; Kurz, Heywood; Vogl, Forster; Botzenhardt – Kirsch, Schwartz, Gron; Järveläinen, Helms, Lavallee; Bär, Gelke, Krüger; Kircher, Stöber, Eberhardt.

Tore: 1:0 (4.) Kasten (Pavlu, Kolozvary – 5 gegen 4), 2:0 (31.) Rypar, 3:0 (48.) Marsall (S. Busch, Wohlberg - 5 gegen 4), 4:0 (51.) Kolozvary (Bartosch, Pavlu).

Strafminuten: Bayreuth 14, Heilbronn 24 + 10 gegen Helms + 10 gegen Schwartz.

Zuschauer: 1660.

SR: Engelmann, Jordan, Wentingmann.

Hier der Live-Ticker zum Nachlesen.

Nicht bewertet

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Kommentare

Die Tigers und die Hawks oder die Tiger und die Falken.
"Tigers" und "Falken" ist richtig, Gscheidhaferl.