Tigers besiegen SC Riessersee mit 5:1

Gerade im zweiten Abschnitt demonstrierten die Tigers eindrucksvoll ihre Stärke. Ab der 21. Minute feierten die Bayreuther Fans fast durchgehend ihr Team. Zuerst war der Torwart an der Reihe. Als dieser in Unterzahl zweimal stark pariert und die 1:0-Führung festgehalten hatte, schallten die ersten Tomas-Vosvrda-Rufe durch das Stadion. In der Folge gab es immer wieder Szenenapplaus – und zwar für das komplette Team.

Wie im Rausch

Der EHC spielte sich in einen Rausch, ließ hinten nichts zu und kombinierte sich vorne durch die Gästeabwehr. Beim 2:0 (27.) nagelte der wie aufgedreht spielende Andreas Geigenmüller den Puck in Überzahl in die Maschen. Beim 3:0 (29.) ließ sich Valentin Busch nach toller Marsall-Vorarbeit nicht zweimal bitten.

Und dann war da ja noch das 4:0 (37.), der schönste Treffer des Abends: In Unterzahl hatten Ivan Kolozvary und Torschütze Michal Bartosch die SCR-Abwehr mit einem Doppelpass kurz vor dem Tor schwindelig gespielt. Und die bärenstarken Bayreuther verpassten bei weiteren, sehr präzise vorgetragenen Angriffen einen höheren Zwischenstand.

Teufelskerl Vosvrda

Zum Teil wussten die Riesserseer nicht mehr, wie ihnen geschieht. Dazu trug auch bei, dass sie Teufelskerl Vosvrda selbst bei doppelter Überzahl zur Verzweiflung brachte. Egal wie der Puck aufs Tor kam, der Keeper war zur Stelle. Im ersten Drittel hatten sich auch die Gäste am Offensivspektakel beteiligt. Die von vielen erwartete von Defensivtaktik geprägte Partie gab es nur in den ersten fünf Minuten. Danach brachten die Gäste, bei denen Mattias Beck nach einem Check in der ersten Minute verletzt vom Eis musste, einen Nachschuss nicht im leeren Tor unter.

Diese Großchance war der Startschuss für einen packenden Schlagabtausch. Die etwas besseren Möglichkeiten hatte dabei der SCR, doch Vosvrda parierte prächtig gegen Michael Rimbeck (5. und 10.) sowie gegen den zweimal frei zum Schuss kommenden Louke Oakley (13. und 15). Die Bayreuther hatten ihre erste Druckphase in der siebten Minute und gingen fünf Minuten später in Führung: Geigenmüller narrte drei Gegenspieler, scheiterte an SCR-Torwart Matthias Nemec, doch der Nachschuss saß. David Wohlberg (17.), Nathan Robinson (17.) und vor allem Sergej Stas (20.) im Eins-gegen-eins verpassten eine höhere Führung.

Viele Rangeleien

Doch das hätte die Leistungsverhältnisse nach 20 Minuten – ein 1:1 wäre gerecht gewesen – nicht widergespiegelt. Ihren Treffer schossen die Gäste erst im Schlussdrittel: Oakley fälschte einen Loiseau-Schuss zum 4:1 (45.) ab. Am überzeugenden Spiel der Tigers änderte das nichts. Sie warenweiter offensivfreudig, Vosvrda blieb der sichere Rückhalt. Aber die Partie wurde ruppiger, es häuften sich die Rangeleien auf dem Eis. Das hemmte den Spielfluss.

Die Schlussakzente setzten dann Bayreuther: Erst erzielte Felix Linden in Überzahl das 5:1, dann feierten die Tigers-Fans bereits vor der Schlusssirene lautstark ihr Team. Mit einem weiteren Erfolg am Freitag in Garmisch-Partenkirchen kann der EHC Bayreuth den Einzug ins Playoff-Viertelfinale bereits perfekt machen.

EHC Bayreuth: Vosvrda – Linden, Heider; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten – Stas, Wohlberg, Robinson; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, V. Busch; Neher, Fröhlich, Rypar.

SC Riessersee: Nemec – Wilhelm, Hummer; Thomas, Rogl; Hüfner, Mayr – Beck, Loiseau, Ranta; Mayenschein, Vollmer, Rimbeck; Wachter, Driendl, Oakley; Malzer, Gschmeißner, Endress.

Tore: 1:0 (12.) Geigenmüller (Bartosch, Kolozvary), 2:0 (27.) Geigenmüller (Potac, Kolozvary – 5 gegen 4), 3:0 (29.) V. Busch (Marsall, S. Busch), 4:0 (37.) Bartosch (Kolozvary, Stas – 4 gegen 5), 4:1 (45.) Oakley (Loiseau, Wilhelm), 5:1 (54.) Linden (Robinson, V. Busch – 5 gegen 4)

Strafminuten: Bayreuth 6, Riessersee 8

Zuschauer: 1691

SR: Steinecke, Gaube, Thür.

5 (2 Stimmen)

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