Tigers besiegen Bad Nauheim mit 4:1

Die Grundlage für den Heimsieg legten die Bayreuther im zweiten Drittel. Zunächst belauerten sich beide Teams in diesem Abschnitt beim Stand von 0:0, folglich war die Partie zerfahren. Gelungene Kombinationen gab es selten, doch die Tigers kamen über den Kampf besser ins Spiel und tasteten sich gegen zu diesem Zeitpunkt in der Offensive kaum präsente Bad Nauheimer immer näher an das 1:0 heran.

An die Wand gespielt

Am ersten Treffer in der 30. Minute hatte dann wieder einmal Ivan Kolozvary großen Anteil. Der Spielmacher umkurvte das gegnerische Tor und passte genau auf Marcus Marsall. Dieser Treffer gab Selbstvertrauen, jetzt legten die Bayreuther den Schalter um und spielten ihren Gegner bis zum Ende des Abschnitts an die Wand. Martin Heider (35.) tunnelte EC-Keeper Mikko Rämö zum 2:0, Michal Bartosch (37. und 40.) traf einmal nach toller Kombination seiner Reihe und einmal nach starkem Pass von Valentin Busch – eine überragende Chancenverwertung. Da in der 40. Minute auch EHC-Torwart Tomas Vosvrada mehrmals stark reagierte, blieb es nach diesem Drittel beim vorentscheidenden 4:0.

Verunsicherte Hessen

Im Schlussdrittel waren die Bayreuther gegen die verunsicherten Hessen kurz davor, nochmals nachzulegen, doch Marsall (42. und 45.) fand bei zwei Großchancen in Jan Guryca seinen Meister. Der in der 41. Minute eingewechselte EC-Torwart parierte auch gegen Michael Kuhn (47.) stark. Danach konnten es sich die Bayreuther erlauben, einen Gang zurückzuschalten. Der verdiente Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Bad Nauheim gelang nur noch durch einen Gewaltschuss von Eugen Alanov der Ehrentreffer.

Schon zu Beginn des ersten Durchgangs hätten die Tigers eine Führung verdient gehabt. Sie starteten sehr dominant, in den ersten fünf Minuten waren nur sie im Angriff. Sie empfingen die Gäste an deren blauer Linie und zwangen sie zu Fehlpässen. Schon nach acht Sekunden scheiterte David Wohlberg im Eins-gegen-eins an Rämö. Auch in einer kurz darauf folgenden Überzahl gab es mehrere gute, aber erfolglose Abschlüsse.

Brandgefährlich

Nun fand Bad Nauheim besser ins Spiel und gestaltete es ausgeglichen. Der EC kam zwar nicht zu vielen Chancen, doch wenn, dann wurde es brandgefährlich. Vosvrda rettete im letzten Moment gegen Andreas Pauli (14.) und Marcel Pfänder (18.). Es blieb nach 20 Minuten beim 0:0, weil auch die Bayreuther ihre oft durch gutes Forechecking erkämpften Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende spielten. So vergab Kolozvary (17.) nach tollem Solo, und Patrik Rypar (18.) scheiterte nach einem Abpraller im Nachschuss.

EHC Bayreuth: Vosvrda – Linden, Heider; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten – Stas, Wohlberg, Kuhn; Bartosch, Kolozvary, Geigenmüller; Marsall, S. Busch, V. Busch; Piskor, Fröhlich, Rypar.

EC Bad Nauheim:Rämö (ab 41. Guryca)– Gerstung, Kranjc; Götz, Erk; Ketter, Kohl – Pauli, Dineen, Frosch; Krestan, Rajala, Alanov; Lange, Meisinger, Hofland; Pauker, Lascheit, Pfänder.

Tore:1:0 (30.) Marsall (Kolozvary, Mayer), 2:0 (35.) Heider (V. Busch, S. Busch), 3:0 (37.) Bartosch (Geigenmüller, Kolozvary), 4:0 (40.) Bartosch (V. Busch, Pavlu), 4:1 (49.) Alanov (Kranjc, Gerstung)

Strafminuten:Bayreuth 2, Bad Nauheim 6.

Zuschauer:1901.

SR:Lenhart, Pfeifer, Seitz.

Hier der Liveticker zum Nachlesen

Nicht bewertet

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