Thorsten Herzing Rektor der Mittelschule

Schon Tage vor dem 12. September ist Herzing mit Vorbereitungen beschäftigt, es gibt genug zu tun. Am Freitagmorgen war die Schule noch ziemlich verwaist. Ein paar Handwerker laufen durchs Gebäude, eine Mutter steht mit ihrem Sohn vor dem Sekretariat, die Fische im Aquarium im Erdgeschoss ziehen unbeeindruckt ihre Kreise. Am Büro des neuen Schulleiters Thorsten Herzing wird noch auf seinen Vorgänger Bernd Zimmermann als Rektor verwiesen.

Andere Aufgaben sind drängender

Auch laut dem Wegweiser in der Aula ist Zimmermann noch Schulleiter. „Das werde ich dem Hausmeister noch sagen“, so Herzing und lächelt. Andere Aufgaben seien aber gerade drängender. Ferien hatte er trotz der neuen Aufgabe. Die erste Woche nach Schulschluss war er allerdings an seinem Arbeitsplatz und hat das alte Schuljahr zu Ende gebracht.

Stundenpläne vorbereitet

Seit vergangener Woche ist er wieder im Dienst. In dieser Zeit wurden Stundenpläne vorbereitet, Klassen eingeteilt, Aufnahmeprüfungen durchgeführt. Am Freitag wurden die Weichen für die Lehrerkonferenz am Montag vor dem Schulbeginn gestellt.

Bildung der Schülergruppen

Dort sprechen die Lehrkräfte über die ersten Schulwochen, die Stundenpläne, Organisatorisches und Rechtliches. Knifflig sei die Bildung der Schülergruppen gewesen. Ab der siebten Klasse haben die Jugendlichen die arbeits-praktischen Fächer Wirtschaft, Technik und Soziales. Diese Fächer sind klassenübergreifend angelegt, weshalb die Stundenpläne so gestaltet werden müssen, dass Schüler mit denselben Fächern gleichzeitig zusammen sind.

Ein Jahr lang Konrektor

Mit bayernweiten Problemen wie dem Lehrermangel hat laut Herzing auch die Mittelschule zu kämpfen. Dass er der neue Schulleiter ist, hat der 42-Jährige erst definitiv am Mittwoch von der Regierung erfahren. Vorher sei er schon darauf angesprochen worden, weshalb er sich auf die neue Aufgabe auch entsprechend vorbereiten konnte. Dass die Entscheidung ihm erst so kurz vor Schulbeginn mitgeteilt wurde, liegt daran, dass er vorher nur ein Jahr lang Konrektor war.

Sondergenehmigungen

„Deshalb hat sich der offizielle Weg hingezogen“, sagt er. Denn es habe Sondergenehmigungen gebraucht. Der Gunzendorfer ist seit 2003 an der Mittelschule. In den vergangenen Jahren war er Klassenleiter der Neunten und Zehnten. Er wird auch weiterhin Unterricht geben: Englisch in der zehnten Klasse, „dass ich da am Ball bleibe“. Seine Gefühle in Bezug auf die neue Aufgabe umschreibt er mit den Worten „freudige Erwartung“ oder „natürlich bin ich nervös“.

Ausflüge zur Partnerschule

Er organisiert gerne, zum Beispiel Ausflüge zur Partnerschule nach Slany, die Bandklasse oder andere Veranstaltungen. Herzing hält den Beruf des Lehrers für „unheimlich spannend und aufregend“. Jeden Tag erlebe man Neues, auch wenn die Inhalte gleich bleiben. „Man kann Einfluss auf die jüngere Generation nehmen.“ Besonders im Religionsunterricht, seinem Hauptfach im Studium.

Zweifacher Vater

Sollte der zweifache Vater doch einmal Fragen haben, so kann er sich jederzeit bei seinem Vorgänger Bernd Zimmermann melden und einen Rat einzuholen. Dieses Angebot hat Herzing auch schon in Anspruch genommen. Zimmermann hatte die Schule sechs Jahre geleitet.

Eine Herausforderung für Herzing wird das neue Schulverwaltungsprogramm. Das gibt es schon seit dem vergangenen Schuljahr, ab diesem sei es verpflichtend für alle Mittelschulen.

Die Software beinhaltet die Schüler- und Lehrerverwaltung sowie den Unterrichtsplan. „Alles, was man mit Schulamt und Ministerien abgleichen muss.“

INFO: Neue Konrektorin ist Irene Meyer, die vorher schon als Klassenleiterin tätig war.

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