Thomas Zimmer als ZDH-Vize bestätigt

Dass diese Bestätigung einstimmig erfolgt ist, "finde ich grandios", sagte Zimmer dem Kurier am Telefon: "Das ist alles andere als normal." Die Wahl bedeute, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, "und scheinbar waren die letzten drei Jahre nicht schlecht". Auch dass - anders als vor drei Jahren - niemand dagegen kandidiert habe, sei "ein schönes Zeichen".

Da auch in den nächsten drei Jahren ein Oberfranke bundesweit die Belange des Handwerks vertreten wird, könne die Region auch in Berlin Gehör und Beachtung finden. So sei in den letzen drei Jahren das Kompetenzzentrum digitales Handwerk - "eines der vier Schaufenster in ganz Deutschland" - in Oberfranken geschaffen worden. "Das zeigt, welchen Stellenwert wir im deutschen Handwerk genießen." Und Zimmer weiter: "Wir müssen im Bereich der Digitalisierung weitermachen und im Bereich der beruflichen Bildung."

Immaterielles Kulturerbe

Was Zimmer besonders am Herzen liegt: der Bereich immaterielles Kulturerbe. "Dass wir die Potenziale, die Handwerkstechniken, die es gottseidank bei uns noch gibt, auch für die Zukunft erhalten - darüber wollen wir uns in Oberfranken ganz speziell kümmern."

Dass die drei Aufgaben - Zimmer ist neben HWK-Präsident und ZDH-Vize schließlich auch noch Bäckermeister - arg am Zeitbudget knabbern, hat der 53-Jährige schon festgestellt: "Mehr dazukommen darf nicht mehr", meinte er - in den letzten drei Jahren sei die freie Zeit schon arg knapp gewesen, und es werde künftig wohl nicht besser. Andererseits ließen sich viele Aufgaben miteinander verknüpfen.

Unterstützung durch die Familie

Zimmer geht davon aus, dass in den nächsten drei Jahren mehr Bundestermine anstehen werden, "insoweit wird das schon spannend werden." Aber: "Ich habe gottseidank meine Familie im Rücken, ich habe mein Team in der Bäckerei im Rücken, ich habe meine Leute in der Kammer im Rücken, die mir alle Unterstützung geben. Ohne diese Unterstützung hätte ich mich nie für den ZDH-Vizeposten beworben."

Und warum tut man sich das ganze an? Zimmer: "Treibender Faktor war mein Schwiegervater, der viele Jahre zahlreiche Ehrenämter in der Bäckerinnung innehatte. So habe ich das Ehrenamt kennengelernt. Ich finde es wichtig, nicht bloß zu meckern, dass da und da etwas gemacht werden müsste, sondern aktiv ranzugehen."

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