Therme Fichtelberg: Bürger wollen mitreden

Diese und ähnliche Fragen brennen den Fichtelbergern auf den Nägeln. Deshalb haben jetzt drei Mitglieder der Facebok-Gruppe zur Therme – Karin Kluck als Initiatorin, Holger Voit und Christian Engel – einen Brief geschrieben, der an die Bürgermeister der Ochsenkopfregion, den Landrat, die Tourismusverbände und an die Presse ging. Konkret gefordert wird in dem Brief eine außerordentliche Bürgerversammlung zum Thema Therme. Außerdem stehen eine Unterschriftenaktion oder ein Bürgerentscheid im Raum.

Die Gruppierung fordert, „dass endlich die gegenseitigen Schulzuweisungen ein Ende haben“. Außerdem legen die drei Briefschreiber größten Wert auf die Feststellung, dass es sich „um eine völlig parteineutrale Interessengemeinschaft handelt und wir von keiner Gruppierung angestoßen wurden, so etwas ins Leben zu rufen“.

agw

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Kommentare

Kann die Sorgen der Jugend nachvollziehen. Was wird aus Fichtelberg? Wo ist die Vorzeigegemeinde geblieben. Bauruine über Bauruine, ein Betrieb nach dem Andern hat geschlossen. Der Ortskern ist bis auf das neue Rathaus wenig anziehend. Das alte Rathaus steht immer noch leer und verfällt mehr und mehr. Es scheint als ob sich Fichtelberg mit der Situation abgefunden hat und auf den Prinzen wartet der nach 100 Jahren Schlaf kommt. Dafür sind am Rande Ferienhäüser entstanden. Das Eigeninteresse steht hier wohl vor dem Gesamtwohl. Jetzt ist die Therme auch noch weg und damit die Lebensader. Wenn zwei sich streiten freut sich ein Dritter, eine alte Lebensweisheit. Wem gehört nun die Therme? Wie ist es möglich, dass ein Betreiber jahrelang nicht zahlt? Die Versicherung wird nur zahlen wenn die Ursache geklärt ist, das kann noch Jahre dauern. Und wenn überhaupt an wen? Wer zahlt dann eine neue Therme, wieder die Bürger? Womit? Fichtelberg ist ein Thema der gesamten Region. Warum schaltet sich die Landesregierung nicht ein und prüft die Vorgänge die einen Streit begründen. Ist Fichtelberg schon aufgegeben? Ein Bürgerentscheid ist wohl dann das letzte Mittel und dann heißt es Hop oder Top. Hoffentlich bleiben dann nicht nur die Ferienwohnungen am Rande übrig, die dann Gäste mit einer unberührten Natur locken können. Die Initiative ist für mich ein Hilferuf und darüber sollten wir nachdenken.
@Kurier: Schul-d-zuweisungen (letzter Absatz, erste Zeile). Glaub nicht, dass Bildungspolitik hier was zu suchen hat ;-)
Aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten bei diesem Ereignis, wird es bestimmt noch Ewigkeiten dauern bis eine Art von Lösung für das Bad gefunden wird. "Großbaustellen" der besonderen Art finden sich in mehreren Gemeinden des Fichtelgebirges. Siehe auch die Riesenruine des einstigen Superlative-Hotels in Warmensteinach. Seit Jahrzehnten gibt es hier keine vernünftige Lösung. Stattdessen geht der allgemeine Ausverkauf von Häusern etc. weiter. Wer außer der NPD will denn überhaupt noch ins triste Fichtelgebirge? Der Tourismus ist nach Mauerfall in den Abgrund gestürzt, weil plötzlich die ganzen Westberliner ausblieben. Eine Fahrt durch´s Gebirge gerät immer mehr zur Ruinenschau. Vielleicht kann die Bleaml-Alm noch mit Bierausschank und Party punkten? Das war´s dann auch schon.