Theater: Diese Vorstellungen lohnen sich

Bamberger Symphoniker

Karten für dieses Orchester sind schon fast ein Lottogewinn. Das erste Konzert des neuen Jahres Mitte Januar ist schon ausverkauft. Das nächste Konzert, für das es noch einige wenige Karten gibt, ist das mit Chefdirigent Jakub Hruša am 21. und 22. Januar, mit einem spannenden Programm: mit Ives „Unanswered Question“, Lohengrin-Vorspiel, Martinus Symphonie Nr. 6, Cage 4‘33‘ und Brahms’ Vierte, und zwar attacca nach Cage. Längst ausverkauft ist das Silvesterkonzert für den Bundespräsidenten am 17. Dezember. Ein Trost: Das ZDF beschert einem dieses Konzert am 24. Dezember ab 18 Uhr.

E.T.A.Hoffmann-Theater, Bamberg

Weihnachten ist das Fest für die Familie – und in Bamberg dürfen auch gerne Kinder dabei sein. Am zweiten Weihnachtsfeiertag (16 Uhr) bringt Bambergs Theater den „Zauberer von Oz“ als Weihnachtsmärchen ab 5 Jahren auf die Bühne. Eher für Erwachsene geeignet ist das Programm zum Jahresfinale: Beste Vaudeville-Komödienkost steht am 31. Dezember ab 20 Uhr auf dem Programm – Eugen Labiches „Sparschwein“. Und danach? Party, mit Band, Disco, Feuerwerk. Restkarten eventuell an der Abendkasse.

Studiobühne Bayreuth

Familienfreundlichkeit, Ernst und Besinnlichkeit – so kann man das Programm der Studiobühne fürs Jahresende umschreiben. „Die Bremer Stadtmusikanten“ sind als Weihnachtsmärchen von Uwe Hoppe am zweiten Weihnachtsfeiertag, Montag, 26. Dezember, zu erleben (15 Uhr). An Silvester bekommen es die Theaterfans erst mit „Zweifel“ (17 Uhr), dann mit Lessings „Nathan der Weise“ (20 Uhr) zu tun.

Landestheater Coburg

Eine kleine Stadt mit einem großen Haus und sehr großer Theater-Bandbreite: Das Landestheater Coburg präsentiert am 25. Dezember Stücke für die Familie: Engelbert Humperdinks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ um 18 Uhr und „für Menschen ab drei Jahren“ Sven Nordqvists Schauspiel „Petterson und Findus“, ebenfalls um 18 Uhr. Am Montag ist in Coburg nochmals die „Schneekönigin“ zu sehen (14 Uhr), sowie zweimal „Petterson und Findus“ (11 und 15 Uhr). Cole Porters bekanntes Musical „Anything Goes“ beginnt um 19.30 Uhr.

Mit vier Aufführungen machen die Coburger den 31. Dezember zum Festtag. „Anything Goes“ steht um 15 und um 19.30 Uhr auf dem Programm, der Abendtermin ist bereits ausverkauft. Lutz Hübners Schauspiel „Frau Müller muss weg“ steht ebenfalls zweimal auf dem Programm, nämlich um 15 und um 20 Uhr – wer noch Tickets möchte, sollte es immer wieder mal am Kassentelefon versuchen (0 95 61/89 89 89). Gleich danach, im wunderschönen Spiegelsaal mit Blick auf Schloss Ehrenburg, steigt die große Silvesterparty mit Fingerfood und Livemusik.

Theater Erlangen

Am 26. Dezember läuft zum leztten Mal „Pinocchio“ (17 Uhr, wenige Karten). Launiger Jahresabschluss: Der „Intergalaktische Liederabend – Heimat Erlangen“ (19.30 Uhr) und den Theaterabend „Dada heute“ mit Texten von Kurt Schwitters, Francis Picabia, Hugo Ball, Hans Arp und Martin Maecker um 20 Uhr in der Garage stimmen Besucher auf Silvester ein.

Theater Hof

Zweimal Lieder, einmal Oper, einmal Operette – Musik liegt am Jahresende in der Luft über Hof. Das Theater Hof spielt am ersten Weihnachtsfeiertag, Sonntag, 25. Dezember, die Erfolgsoper schlechthin: Georges Bizets „Carmen“ (19.30 Uhr). Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Montag, 26. Dezember, steht „Ewig Jung“ auf dem Spielplan, ein Liederabend von Eric Gedeon (19.30 Uhr). Und mitten in der Winterpause legen die Hofer an Silvester noch mal Fußball-Extraschichten ein: „Männer“, das Singspiel von Franz Wittenbrink, wird um 19.30 Uhr wieder aufgenommen. Die Operette „Maske in Blau“ von Fred Raymond läuft gleichzeitig im Großen Haus.

Hofer Symphoniker

Die Hofer geben dem zweiten Weihnachtsfeiertag die richtige Weihe, und zwar mit Bachs Weihnachtsoratorium um 17 Uhr in der St.-Jobst-Kirche in Rehau. Am 1. Januar geben sie um 19 Uhr in Wunsiedel ein Neujahrskonzert mit hoffnungsfrohen Werken wie Robert Schumanns „Träumerei“ oder Johann Strauß’ „Polka“. Es dirigiert und moderiert Johannes Klumpp. Das Konzert wird am 3. Januar in Ansbach und am 5. in Selb wiederholt, am 6. in Hof und am 7. Januar in Kulmbach.

Staatstheater Nürnberg

Das große Haus im Herzen Nürnbergs bietet großes Programm, mit jeweils drei Produktionen zu den Weihnachtsfeiertagen und fünf Aufführungen an Silvester. „Hänsel und Gretel“ ist am 25. Dezember in der Oper zu erleben (18 Uhr), Tennesse Williams’ Klassiker „Die Katze auf dem Heißen Blechdach“ geht ab 19 Uhr über die Bühne des Schauspielhauses, in der Bluebox mit „Linke Läufer“ von Albert Ostermaier ein Requiem für Jenö Konrad.

Längst keine Geheimtipps sind die so ungemein sinnlichen Cheoregraphien von Nürnbergs Ballettmeister Goyo Montero mehr. Die neue Tanztheaterproduktion „Monaden“, Choreographien von Mauro Bigonzetti und Montero, feiert am heutigen Donnerstag Premiere. Wer sich damit den zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, veredeln will (18 Uhr), sollte sich beeilen: Noch gibt es ein paar Tickets. Ein Klassiker ist ab 19 Uhr im Schauspielhaus zu sehen, nämlich Michael Frayns „Der Nackte Wahnsinn“. Der französische Dramatiker Frédédric Sonntag macht sich mit viel Spaß an Verschwörungstheorien so seine Gedanken über Phantasie und ihr Verhältnis zur Wirklichkeit. Wer bestimmt unseren Blick auf die Welt? Medien? Politik? Oder George Kaplan? Wer sind die wahren Strippenzieher? „George Kaplan“ wirkt wie der Kommentar schlechthin zum Abschluss des „postfaktischen“ Jahres. Beginn: um 19 Uhr.

„George Kaplan“ steht auch an Silvester auf dem Spielplan (19 Uhr), des weiteren Jule Stynes Musical-Komödie „Sugar – Manche mögen’s heiß“ (15 und 19.30 Uhr), Erik Gedeons Songdrama „Ewig Jung“ (richtig gelesen, das gibt es auch in Hof) steht um 15 und um 19 Uhr auf dem Plan.

4.5 (2 Stimmen)

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