Theater: "Außer Spesen nichts gewesen"

Ein Besuch bei der befreundeten Konkurrenz kann Gold wert sein. In diesem Fall war das der Besuch der Alt-Bayreuther Theatergruppe bei ihren Kollegen in der Nähe von Donaumünster in Schwaben im Januar. Regisseurin Heidi Geißler, die zu diesem Zeitpunkt schon lange auf der Suche nach einem neuen Stück für ihre Alt-Bayreuther Theaterleute war, hatte sich bis dahin durch mindestens 13 verschiedene Stücke durchgelesen und noch nichts Passendes gefunden.

Urkomisches Verwirrspiel

„Als wir diesen Dreiakter von Bernd Gombold gesehen haben, wussten wir: das ist es.“ Im Teamwork passten sie das Stück den bühnentechnischen Gegebenheiten im Lindenhof an, schrieben die Mundart um und kürzten es ein wenig. Herausgekommen ist ein urkomisches Verwirrspiel rund um eine Familie, die zwar nach außen einen durchaus anständigen Eindruck macht, aber unter den richtigen Voraussetzungen einigen amourösen Abenteuern nicht abgeneigt ist. Und das trifft auf alle Generationen zu!

Zum Inhalt:

Bei Familie Müller herrscht Aufbruchstimmung. Mutter Elisabeth (Heidi Geißler, auch Regie) darf zur Kur, Tochter Sabrina (Kerstin Linß) will mit ihrem neuen Freund Yogi (Karl-Heinz Linß) zum Rucksackurlaub nach Tibet, Vater Georg (Harald Schmidt) muss zur Fortbildung und Opa Gustav (Christian Crass) hat zum Geburtstag eine Seniorenwallfahrt nach Rom geschenkt bekommen. Die beiden Schürzenjäger denken allerdings gar nicht daran, ihre geplanten Reisen anzutreten, sondern wollen es in Abwesenheit von Elisabeth und Sabrina so richtig krachen lassen. Was allerdings dann passiert, konnte keiner von ihnen voraussehen: nicht nur die bestellte Natascha (Kathi Ramming) platzt ins Haus, sondern Gustavs bester Freund Max (Willi Queißner), die neugierige Nachbarin Anneliese (Michaela Linß), Georgs zeitweilig mit Pheromonen gedopte Schwiegermutter Frieda (Marion Regnet) und zu allem Überfluss auch noch Elisabeth und Sabrina, die verfrüht heimkommen. Zur Schlüsselfigur wird der überarbeitete Paketbote Martin (Markus Kratzer), der als lebendige Erklärung für alles herhalten muss, was Gustav und Georg angestellt haben.

Proben seit Juli

Schon beim Besuch in Donaumünster war Regisseurin Heidi Geißler und Vorstand Markus Kratzer klar: „Das ist genau das richtige Stück für unseren 20. Dreiakter bei den Alt-Bayreuthern. Es passt hervorragend zu unserem Humor und auch zu unserer familiären Stimmung.“ Seit Juli probt die Theatergruppe das Stück, zuerst in Leseproben, dann in Szenenproben und schließlich komplett. Heidi Geißler freut sich besonders auf die Reaktionen des Publikums, denn sie kann sich noch gut erinnern, wie sie sich selbst kaputtlachte: „Unsere Souffleusen und Requisiteurinnen Gabi Queißner und Sonja Crass haben ganze Arbeit geleistet und das Stück vor allem mit den Kostümen super ausgestattet.“ Aufgrund der großen Kartennachfrage gibt es am 29. Oktober noch einen zusätzlichen Theaterfrühschoppen, für den noch einige Restkarten im Bettenfachgeschäft Folger erhältlich sind sind.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06