Teilzeitstelle sorgt weiter für Diskussion

„Wir brauchen in einem administrativen Bereich Unterstützung“, erklärte Zimmermann noch einmal den Bedarf. Der Bedarf sei vom Rat erkannt worden. Eine Befristung der Stelle habe aber nichts damit zu tun, darum habe man sich für eine Dauereinstellung entschieden. Ausgeschrieben werden soll eine Bürokraft.

Längere Probezeit wird gewünscht

„Ich bin dagegen“, sagte Georg Lang (CSU/JuF). Eine Verwaltungskraft könne man vielfältiger einsetzen, da sie die entsprechende Fachausbildung hat. Die Frage sei auch, wie alles gehandhabt werden soll. Gerade bei einer neu geschaffenen Stelle sei eine Befristung sinnvoll. Ziel sollte aber sein, die Stelle dauerhaft zu schaffen. „Bewährt sich die neue Kraft, kann sie nach zwei, drei Jahren endgültig eingestellt werden“, so Lang. Alternativ wäre für ihn eine längere Probezeit, beispielsweise von einem Jahr.

Josef Neuner (FW/BMG/BG) fand, dass Qualifizierte nicht immer besser seien. Dietmar Winkler (CSU/JuF) riet dazu, genau festzustellen, was die Gemeinde benötigt. Grundsätzlich sei er auch für eine Befristung der Stelle. Bernhard Vogel (SPD): „Es ist riskant, dass Bauressort nur an einer Person aufzuhängen.“ Er sieht kein Problem mit der Schaffung einer weiteren Stelle.

Stelle fair ausschreiben

Georg Rodler appellierte, die Stelle fair auszuschreiben und zu behandeln. „Wir reden hier jetzt schon eine zukünftige Person tot“, kritisierte er. Man wolle einerseits eine Fachkraft, machen dann aber so einen Wirbel darum.

Man habe den Bedarf für die Stelle ausführlich geprüft und festgestellt, so Geschäftsstellenleiter Peter Thiem. „Es soll dauerhaft etwas von den anfallenden Aufgaben abgebaut werden“, sagte er. Sollte die Stelle befristet ausgeschrieben werden, werde man aber keine Bewerbungen dafür bekommen, waren seine und Zimmermanns Ansicht. „Ich würde mich auf so eine Stelle auch nicht bewerben“, sagte Thiem. Man habe, so lange er dabei sei, noch nie für eine Stelle eine Befristung verlangt. Er wisse nicht, warum das jetzt so sein sollte. Es sei kein Unterschied, ob der Personalstamm nur erweitert würde oder eine neue Stelle geschaffen werde.

Wie der Bürgermeister nahm er die Anregung an, die Stelle nicht für eine Bürokraft, sondern für eine Verwaltungskraft auszuschreiben. „Wenn wir hier auf der einen Seite raufschrauben, können wir auf der anderen Seite die Stelle nicht befristen“, gab er zu bedenken. Sollte ein Beamter eingestellt werden, entfalle die Diskussion um eine Befristung sowieso, sagte der Geschäftsstellenleiter.

Eine Gegenstimme gegen Haushalt

Noch einmal machte Bernhard Vogel auf die rechtlichen Konsequenzen aufmerksam, die eine Entlassung nach Befristung mit sich bringen könnte.

Schließlich stimmte das Gremium mit der Gegenstimme von Georg Lang dafür, den vorberatenen Verwaltungs- und Vermögenhaushalt samt Stellenplan dem gesamten Marktgemeinderat in der nächsten Sitzung zur Abstimmung vorzulegen. „Ich muss erst noch mal drüber nachdenken“, so Lang zu seiner Entscheidung.

Bürgermeister Zimmermann betonte noch einmal, dass man eher handlungsfähig sei, wenn der aktuelle Haushalt so zeitig verabschiedet werde.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel Diskussion um Teilzeitstelle.

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