„Tannhäuser"-Premiere ohne Angela Merkel: Kanzlerin kommt später zu den Festspielen

Normalerweise lässt Angela Merkel den Auftakt der Bayreuther Festspiele nie ausfallen. Der 25. Juli gilt als fester Privat-Termin der Kanzlerin. Warum sie nicht zur Premiere kommt? Auf Nachfrage bei der Pressestelle der Bundesregierung heißt es: "Frau Merkel hat eine private Angelegenheit, genauere Infos haben wir nicht." Ob ihre Absage vielleicht mit ihrem Geburtstag zusammenhängt? Am 17. Juli wird Merkel 60 Jahre alt. Gut eine Woche später sind die Festspiele, viel Zeit zum Nachfeiern bleibt also nicht. Das Büro der Kanzlerin will sich in dieser Angelegenheit nicht dazu äußern. "Dazu können wir leider keine Auskunft geben".

Merkel kommt später

Doch die Festspiele lässt sich die Kanzlerin nicht völlig entgehen. Christa Stein vom Waldhotel Stein weiß: "Bei uns hat sie sich nicht abgemeldet". Merkel kommt, vier Tage später, am 29. Juli. Seit mehr als 20 Jahren ist sie Stammgast in dem Traditionshotel. "Bei uns hat sie ihre Ruhe", sagt Christa Stein. "Ich lasse keinen Fremden rein und sorge dafür, dass sie sich ungestört im Garten bewegen kann."

Politik- und Showprominenz

Auch wenn Merkel den Termin zur Bayreuth-Premiere abgesagt hat, die politische Prominenz bleibt natürlich nicht aus. Vertreten ist - wie fast immer - das gesamte Landeskarbinett, angeführt von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Außerdem sind dabei: Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU), Umweltminister Marcel Huber (CSU) und Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Aus der Bundespolitik haben Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ihr Kommen angekündigt.

Freuen dürfen sich in diesem Jahr vor allem die Zaungäste. Sie bekommen viele Stars zu Gesicht, darunter die Publikumslieblinge Hannelore Elsner und Iris Berben. Die Schauspielerin wird in Begleitung ihres Sohnes Oliver kommen. Er hatte zuletzt den "Wagner-Clan" für das ZDF produziert. Außerdem flanieren über den roten Teppich die TV-Moderatoren Sandra Maischberger, Johannes B. Kerner sowie Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen.

Sicherheit nicht eingeschränkt

Merkels Absage ändert indes am Sicherheitskonzept der Bayreuther Polizei für die Festspiele nichts. Polizeisprecher Manuel Stumpp erklärte auf Anfrage: „Es kommen genügend Personen aus Politik und Wirtschaft, so dass für uns kein Anlass besteht, die Sicherheitsmaßnahmen für die Festspiele zu modifizieren. An unserer Präsenz  wird nichts zurückgefahren.“

Auf die Premierengäste wartet die Inszenierung der Wagner-Oper „Tannhäuser“ in Regie von Sebastian Baumgarten unter der musikalischen Leitung von Axel Kober.

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Kommentare

Ist das jetzt gut oder schlecht?
Braucht kein Mensch.
Das Geld was man sich spart kann man anderswo sinnvolller ausgebene.
Vielen gefallen die Festspiele (das zeigt ja auch die Kartennachfrage) und manchen liegt eben etwas an Kultur. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie das alles nicht mögen und nicht brauchen, aber so verallgemeinern muss man deshalb nicht.

Ich finds gut wenn sie nicht kommt.
Diese Festspiele sind überbewertet. Eine Veranstaltung für ein paar mit grossen Geldbeutel.
jetzt sind wieder mehrere Plätze frei.
Montag, 13. November 2017 - 11:06