Talfahrt bei Young Heroes hält an

Der Bayreuther Trainer Darko Mihajlovic ließ sein Team in anderer Formation starten als in den vorangegangenen Spielen, was zunächst die erhoffte Wirkung erzielte: Eine aggressive Verteidigung und geordnetes Offensivspiel bewirkten, dass die Runs der Thüringer Bundesliga-Reserve stets gekontert werden konnten.

Somit ging es mit einer 17:14-Führungs ins zweite Viertel. Hier schafften es die Young Heroes dann erstmals, den Vorsprung auszubauen. Durch Mann- oder Raumpresse über das ganze Feld gelang es, die Angriffe der Gäste zu unterbinden. Angeführt vom Amerikaner Vincent Garrett schafften es die Gäste kurz vor der Halbzeitpause jedoch, den Bayreuther Vorsprung wieder auf drei Punkte zu reduzieren.

Die zweite Hälfte war geprägt von vielen Fouls und Freiwürfen. Nur selten kamen auf beiden Seiten geordnete Spielzüge zu Stande. Die Bayreuther Führung hielt bis Mitte des dritten Viertels, doch dann verloren die Young Heroes die Kontrolle. Ein 8:0-Lauf der Gäste brachte die Partie zum Kippen. Ab diesem Moment zog der Aufsteiger kontinuierlich davon.

Pointguard Moritz Trieb kassiert fünftes Foul

Der noch moderate Rückstand zum Ende des dritten Viertels (53:57) wurde im Schlussabschnitt schnell deutlicher. Bereits nach drei Minuten hatten Ballverluste und Konfusion im Spielaufbau zu einem zweistelligen Abstand geführt. Die Gastgeber versuchten, durch Dreier zurück ins Spiel zu finden – vergeblich. Als dann auch noch Pointguard Moritz Trieb drei Minuten vor dem Ende mit fünf Fouls ausschied, brachen die Bayreuther komplett ein.

Gemessen an den lange gleichmäßig verteilten Spielanteilen fiel das Ergebnis zwar etwas zu hoch aus, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass den Young Heroes am kommenden Samstag gegen den oberen Tabellennachbarn SB Rosenheim ein echtes Schicksalsspiel bevorsteht. Wenigstens die erste Halbzeit stimmte Trainer Darko Mihajlovic zuversichtlich, in diesem richtungsweisenden Kellerduell bestehen zu können. „Heute haben wir endlich einmal von Beginn an mit Energie gespielt. Dies kann man im Ergebnis der ersten Halbzeit wiedererkennen. Leider haben wir es nicht geschafft, diese Energie 40 Minuten durchzuhalten. In der zweiten Hälfte hatten wir dann immer weniger Kraft und haben deshalb umso mehr Fehler gemacht.“

Nicht bewertet

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