SV 08 gegen Talentschmiede in Topform

Nach einem Umbruch im Team hatten die Sachsen zu Saisonbeginn einige Probleme, verloren sechs der ersten acht Partien. Danach jedoch eröffnete das Team von Trainer Nils Kühr (38) mit fünf Siegen in Folge die Aufholjagd, bei der nur drei der folgenden elf Partien verloren gingen. Darunter waren einige überraschende Ergebnisse: So fertigte Leipzig den TSV Rödelsee mit 42:22 ab, erkämpfte sich danach im Sachsen-Derby beim HC Elbflorenz ein Remis (29:29) und verpasste zuletzt dem designierten Meister Hüttenberg mit einem 28:24-Heimsieg seine zweite Niederlage.

„Leipzig erntet inzwischen die Früchte seiner hervorragenden Jugendarbeit und der Kooperation mit dem Erstligisten SC DHfK“, sagt Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher. Gemeint ist damit die A-Jugend des SC DHfK, die zum zweiten Mal in Folge zu den Topteams der Oststaffel der Jugend-Bundesliga gehört. Durch die Kooperation der beiden Leipziger Teams haben sieben dieser Jugendspieler die Möglichkeit, mit Zweitspielrecht Drittliga-Luft zu schnuppern und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Bisher ist dies vor allem Mittelmann Jonas Hönicke (18, 76 Tore), Kreisläufer Philip Jungemann (18, 54 Tore) und Rückraumspieler Sebastian Naumann (18, 36 Tore) gelungen. Doch auch Torhütertalent Jan Gurezkij (17), Rechtsaußen Jonas Hellmann (18), Rückraum Rechts Gregor Remke (17) oder Linksaußen Vincent Neudeck (18) erhalten viel Einsatzzeit.

Viele Wechselmöglichkeiten

Trainer Kühr hat die Möglichkeit, ohne Leistungsabfall zu wechseln. Während die Nachwuchsspieler mit schnellem und technisch versiertem Handball den Gegner müde spielen, sind die bewährten Kräfte ihn den wichtigen Moment voll da.

So geht von den „Alten“ auch die meiste Torgefahr aus. So ist Linkshänder Steve Baumgärtel im rechten Rückraum mit 103 Treffern bester Torschütze des Teams, die ebenfalls zweitligaerfahrenen ehemaligen Jugend-Nationalspieler Georg Eulitz (33 Treffer) und Sascha Meiner (87) bilden eine torgefährliche Außenzange, während David Heinig (99) im linken Rückraum die Abwehr des Gegners unter Druck setzt.

„Leipzig spielt einen technisch guten und schnellen Handball, ist varianten- und trickreich und zeigt immer wieder auch überraschende Ideen“, warnt Wannenmacher. Dennoch konnte Auerbach im Hinspiel 50 Minuten mithalten, erst dann schwanden die Kräfte, so dass die Partie 28:34 verloren ging. „Leipzig hat bei seinen letzten beiden Auswärtsspielen je einen Punkt abgegeben – warum nicht auch in Auerbach?“ fragt Wannenmacher, der eventuell wieder auf Maximilian Lux zurückgreifen kann. haw

Nicht bewertet

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