SV 08 Auerbach hofft auf Überraschung

Nach zwei sechsten Plätzen in den vergangenen Spielzeiten ist es kaum verwunderlich, dass das erklärte Saisonziel der Rodgauer ein einstelliger Tabellenplatz ist. Nach fünf Partien hat sich die HSG mit 10:0-Punkten hinter dem Top-Favoriten TV 05/07 Hüttenberg auf dem zweiten Tabellenplatz festgesetzt.

Zuletzt schickte sie den bis dahin auf Rang sechs gelegenen HSV Bad Blankenburg mit 33:23 nach Hause. Doch auch auswärts wussten die Hessen zu überzeugen, so siegten sie in Halle und am ersten Spieltag bei der SG LVB Leipzig.

Zweitbester Angriff der Liga

Auch wenn sich in allen Spielen vor allem die lauffreudige Abwehr um Kreisläufer Alexander Hess und der überragende Torhüter Marco Rhein als Matchwinner hervortaten, ist die Offensive nicht zu unterschätzen.

Das Team von Trainer Alexander Hartmann (43) belegt nicht nur in der Tabelle, sondern auch in den Kategorien „erfolgreichster Angriff“ und „stärkste Abwehr“ jeweils den zweiten Platz. So musste man bisher im Schnitt nur 23 Tore hinnehmen, erzielte aber gleichzeitig mehr als 29 Treffer pro Partie.

Dabei überzeugten vor allem die Rückraumakteure Philippe Kohlstrung (22, 33 Tore) und Timo Kaiser (24, 32 Tore), wobei Kohlstrung eher auf der linken Seite und als Spielmacher eingesetzt wird und Kaiser die komplette rechte Seite abdeckt. Auf der linken Außenbahn wirbelt der schnelle Michael Weidinger (27, 28 Tore), während ihm gegenüber Björn Christoffel (27) bereits 14 Tore von der Rechtsaußenposition erzielte.

Letzterer ist als Heimkehrer auch der einzige Neuzugang in der neuen Saison, was dazu führt, dass man eine gut eingespielte Mannschaft erwarten darf. Zumindest wird man ein anderes Team sehen, als noch vor einigen Wochen, als die Auerbacher bei einem Vorbereitungsturnier erstmals überhaupt auf die HSG trafen und hier einen deutlichen Sieg verbuchten.

Personalsituation entspannt sich

Im Auerbacher Lager ist man froh, dass sich die Personalsituation leicht entspannt. Andreas Wolf hat zwar immer noch mit Leistenbeschwerden zu kämpfen, dafür ist die Verletzung von Philipp Schöttner weitgehend abgeklungen, so dass einem Einsatz nichts im Weg stehen dürfte.

Daneben kann Spielertrainer Tobias Wannenmacher gegen die HSG wieder auf den jungen Ferdinand Neuß zurückgreifen. Der Youngster erwies sich am vergangenen Sonntag als eine der Stützen des Reserveteams und erzielte bei dessen Auftaktsieg bei der HSG Erlangen/Niederlindach sieben Treffer. haw

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