Studenten zeigen "Steampunk Opera"

Es handelt sich bei "The Dolls of New Albion - A Steampunk Opera" - so der vollständige Titel - um die Erstaufführung eines düster-romantischen Werks, das von der Liebe handelt, vom Schicksal und davon, ob der Mensch seines Glückes Schmied ist. Die Geschichte, die der Komponist in etwa eineinhalb Stunden erzählt, ist verwickelt. Annabelle McAlistair erweckt mit Hilfe der Wissenschaft ihre Jugendliebe zum Leben.

Totengeister in Puppen

Ihr Sohn Edgar entdeckt die Formel eine Generation später wieder. Er will sich rächen, weil er verschmäht wurde, und beseelt noch mehr Puppen mit den Geistern von Toten. Die Puppen bewohnen irgendwann eigene Slums, der finale Kampf mit den Lebenden kann nicht ausbleiben. Dazu hat Shapera „sowohl eingängige und rührende Melodien als auch spannungsgeladene rhythmische und klangliche Effekte“ komponiert, heißt es von der Uni Bayreuth.

Großer Einsatz

Die Studenten zeigen großen Einsatz. Seit April arbeitet das 27-köpfige Team an der Inszenierung. Die Musik wird von einem achtköpfigen Ensemble gespielt, ein Instrument ist sogar selbsgebaut. Mit Crowd Funding ermöglichen sich die Studenten einen Bühnen- und Ausstattungszauber der besonderen Art, für den Nils Olbrecht und Marissa Hofmann verantwortlich zeichnen.

Was ebenso neugierig macht wie dieser Aufwand, ist die Bezeichnung der Oper: „Steampunk“ ist sie untertitelt, gemeint ist eine Art viktorianische Science Fiction, vielleicht im Stil von Jules Verne. „Mir gefällt besonders gut die Bezeichnung Retro-Futurismus“, sagt Regisseur Würdinger.

INFO: Termine im Theaterraum der Universität Bayreuth: 21. Juli, 19 Uhr; 22. Juli, 13 Uhr und 19 Uhr, sowie 23. Juli 2017, 14 Uhr.

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