Stimmung beim Altstadtfest

Respekt den Kulmbachern: Von ein paar Regentropfen lassen sie sich das Feiern nicht vermiesen. Bereits am Freitagnachmittag begann eines der Feste der Feste in Kulmbach, und zwar mit dem Anstich eines Fasses durch Oberbürgermeister Henry Schramm auf dem Marktplatz. Zwar war die Feiermeile durch die derzeitige Sanierung des Zentralparkplatzes etwas verkleinert, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat.

Es begann schleppend

Die Feierlaune der Gäste am Freitag begann dann aber doch erst mal schleppend. Nur mühsam konnten die Bands ihre Zuhörer zum Mitklatschen und Tanzen animieren. Doch wer länger bleiben wollte, tat gut daran in Bewegung zu kommen, denn bei den niedrigen Temperaturen kamen die Menschen schnell ins Frieren. So war es auch nicht verwunderlich, dass die „Bankhocker“, die lediglich mental mitgroovten und ihre körperlichen Aktivitäten auf das Anheben eines Getränkeglases beschränkten, weit vor Mitternacht den Nachhauseweg antraten, um von der Bierbank auf die Couch im warmen Wohnzimmer zu wechseln.

Hingegen nicht ins „Schlottern“ kamen die Line Dancer. Im Büttnerwinkel traf sich auch dieses Jahr die eingeschworene Fangemeinde der Countrymusik. Und die zahlreichen Clubmitglieder füllten mit ihren Formationstänzen durchwegs die Tanzfläche.

Musik der 60er und 70er

Die Obere Stadt war auch heuer wieder der Treffpunkt der Jungen und Junggebliebenen. Und im Hinteren Oberhacken schwoften die Zuhörer zum Sound der 1960er und 1970er Jahre. Gleich ein paar Meter weiter, nämlich im Vorderen Oberhacken, gaben sich die Punk- und Metalbands quasi die Gitarre in die Hand. Gleich neun verschiedene Gruppen gaben dort an den drei Tagen ihr Bestes.

Da die Wetterprognosen eher schlecht waren, erwarteten Straßenzugverantwortliche und Fieranten mit gemischten Gefühlen den Samstagabend. Und tatsächlich, immer wieder schickte der Himmel kleinere Regenschauer. Doch diese kleine Unannehmlichkeit hielt die Kulmbacher nicht ab. Schickte der Himmel Nass von oben, kauerte man sich unter einem Sonnenschirm oder Baldachin zusammen, oder spannte den mitgebrachten Regenschirm auf. Im Gegenteil, am Samstag kamen die Tausenden von Besuchern so richtig in Stimmung. Auf dem Marktplatz spielte die Band Rushhour Soul, Funk, Pop und Rock. Es wurde ausgelassen getanzt bis in die frühen Morgenstunden. Neben den zahlreichen Bands gab es viele Ständchen an denen allerlei Hübsches zu erwerben war. Die kulinarische Bandbreite reichte von der italienischen über die asiatische Küche bis hin zur deutschen. Wer da nichts fand, war selbst schuld.

Am Sonntag in der Nacht endete das 38. Kulmbacher Altstadtfest. Das Resümee des emotionalen Kulmbachers lautet wohl kurz und knapp: „Hot scho’ gepasst.“

Nicht bewertet

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Kommentare

Seltsam war, dass am Sonntag von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr Musikpause war.