Starker Abschied: Sieg der Haspo-Damen

Die Zeit des Abschiednehmens war auch für elf Bayreuther Spielerinnen gekommen, die gegen Bad Salzuflen ihr letztes Haspo-Heimspiel absolvierten. Vermutlich auch aufgrund der emotionalen Verabschiedungen vor der Partie dauerte es eine Weile, bis Haspo zu seinem Spiel fand. Das nutzten die Gäste, die auf ihre zuletzt verhinderte Toptorjägerin Nina Jacobkersting zurückgreifen konnten, für eine 12:6-Führung (19.). „Den Anfang haben wir leider wieder etwas verschlafen, haben den Gästen zu viele freie Würfe ermöglicht und sind in Gegenstöße gelaufen“, brachte es auch die ebenfalls scheidende Haspo-Trainerin Michaela Lehnert auf den Punkt. Eine Abwehrumstellung auf die defensivere 6:0-Variante brachte Besserung. So kam die Heimmannschaft bis zur Pause (13:16) wieder in Schlagdistanz.

Gegnerische Torjägerin in Manndeckung

Im zweiten Durchgang wartete Haspo dann mit einem weiteren taktischen Schachzug auf. Bad Salzuflens Toptorjägerin Nina Jacobkersting, die fünf ihrer sieben Treffer vor der Pause geworfen hatte, wurde in Manndeckung genommen, wodurch das gegnerische Angriffsspiel zusehends erlahmte. Obwohl die Gäste im Abstiegskampf unter großem Erfolgsdruck standen, erzielten sie in den zweiten 30 Minuten nur noch magere fünf Tore.

Da Haspo in Torhüterin Clara Benz einen glänzenden Rückhalt hatte und sich zudem Jana Lichtscheidel sehr treffsicher präsentierte, gelang beim 17:17 (43.) der Ausgleich und beim 20:19 (51.) die erste Führung seit dem 1:0. Spätestens beim 25:20 (59.) war der zweite Saisonsieg sicher. „Ich bin wirklich sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich heute endlich auch einmal für ihre Leistungssteigerung der letzten Wochen belohnt hat“, fand auch Michaela Lehnert passende Worte.

Haspo Bayreuth: Benz, Bauer – Dörfler (1), Lindner, Kerling (2), Hall (4), Fischer (3), Mustafic (1), Lichtscheidel (11/6), Brahm (2), Friedrich (1), Renner (1), Glowienka.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06