Stadträte gegen neue Reithalle

Ostfalk-Gaßner will ihren Reiterhof – der praktisch mitten im Ort liegt –, erweitern, um die Attraktivität ihres Betriebs zu steigern. Doch damit sind mehrere Anwohner überhaupt nicht einverstanden und verweigerten ihre Unterschrift unter das Baugesuch. Die Anwohner sind gegen eine sieben Meter hohe Reithalle im Ort. Sie befürchten vor allem Geruchsbelästigungen und fehlende Parkplätze für die Besucher der Reithalle und zu viel Betrieb im ruhigen Wohngebiet.

Bereits im November stellte Ostfalk-Gaßner den Bauantrag, was im Stadtrat zu Diskussionen führte. Man stellte die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zurück und rechnete mit einer eindeutigen Stellungnahme des Landratsamts Bayreuth, das letztendlich den Bauantrag genehmigen oder ablehnen muss.

Stadtrat hat zwei Monate Zeit

Der Bauantrag wurde dem Landratsamt zur Prüfung vorgelegt, insbesondere zu Fragen des Immissionsschutzes und der Erschließung. Aber die Fachstellen konnten bisher noch keine Entscheidung treffen. Da aber der Stadtrat nur zwei Monate Zeit hat, Stellung zum Bauantrag zu nehmen, da er sonst als einvernehmlich gilt, setzte Bürgermeister Claus Meyer ihn nochmals auf die Tagesordnung: „Wir können uns als Stadtrat nicht wegducken.“

Rechtlich gesehen stünde einem Einvernehmen nichts entgegen, weil es sich in Hetzdorf – dort wo die Halle stehen soll –, nicht um ein reines Wohngebiet, sondern, um ein Mischgebiet handelt. Darauf wies insbesondere der stellvertretende Bürgermeister Peter Marschall (Unabhängige Bürger) hin: „Ich kann beide Seiten verstehen und laut Baurecht sind in einem Mischgebiet solche Betriebe grundsätzlich zulässig“, also landwirtschaftliche Betriebe und Betriebe mit Tierhaltung.

Aus städtebaulicher Sicht gebe es keinen Grund, dem Bauantrag nicht zuzustimmen. Welche Entscheidung man auch treffe, könne es „nur falsch sein für eine Seite“. Marschall bedauerte, dass man die Stadt nun zur Schlichtung aufrufe und die Probleme nicht im Vorfeld geklärt worden seien.

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