Stadt geht gegen Wildcamper vor

Schon in einer Sitzung des Stadtrats hatte Roland Lang auf das Problem aufmerksam gemacht. "Manche lassen eine Tüte mit Müll oder andere Utensilien da, die da nicht hingehören", sagt der Elbersberger. Sogar weggeworfene Kleidung hat er schon entdeckt. Besonders schlimm ist es laut Lang an dem Parkplatz zwischen Schüttersmühle und Kirchenbirkig sowie am Wanderparkplatz im Altenhofer Forst.

Eine Nacht auf einem Parkplatz

Touristen mit Wohnmobilen seien nicht das Problem. Sondern "Leute, die in Personenwagen oder umgebauten Personenwagen unterwegs sind". Dabei ist es erlaubt, eine Nacht auf einem Parkplatz zu übernachten. Viele halten sich daran, einige nicht. Roland Lang will, dass die öffentliche Ordnung wiederhergestellt wird, wie er sagt. "Wir wollen nur nicht, dass da illegale Campingkolonien entstehen. Die Leute sind willkommen, aber nicht an jedem Ort."

Handlungsbedarf

Für die öffentliche Ordnung ist die Stadt Pottenstein zuständig. Auch Rainer Brendel, zweiter Bürgermeister, weiß von dem Problem und sieht Handlungsbedarf. "Wenn sie dort über Nacht sind, benutzen sie die Natur. Und die wird damit versaut", so Brendel. Öffentliche Toiletten gibt es an den Wanderparkplätzen nämlich nicht. Teilweise wurden bereits Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass Wildcampen verboten ist. Es seien hauptsächlich Leute, die zum Klettern gehen. In der Stadtratssitzung wurde vorgeschlagen, dass Bürger solche Wildcamper der Stadt melden sollen. Das hält Brendel für eine gute Idee.

Auch Kameras sind denkbar

"Die Stadt wird dann dem nachgehen, das ist die einfachste Lösung." Und gegebenenfalls Anzeige erstatten. Wenn das nicht fruchtet, kann Brendel sich auch vorstellen, dass Kameras aufgestellt werden. Denn in der Umgebung gebe es genügend Campingplätze, wo die Besucher übernachten können. Laut Brendel ist ein weiterer Brennpunkt der Wanderparkplatz im Mariental. "Dort fliegt das Zeug teilweise in den Haselbrunnbach." Der Bauhof sei schon mehrmals dort gewesen, um den Müll zu entsorgen. Was die Kommune natürlich Geld kostet. Einen Mitarbeiter abzustellen, der nur für die Kontrolle der Parkplätze zuständig ist, könne sich die Stadt nicht leisten. Deshalb ist die Stadt auf die Mithilfe der Bürger angewiesen.

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