Staatsanwaltschaft Nürnberg stellt Ermittlungsverfahren gegen Mollaths Ex-Frau ein

Zu Details wollte sie sich nicht äußern, weil die Akten erst den Beteiligten zugehen. Der Anwalt von Mollath, Gerhard Strate, hatte Petra M. versuchten Prozessbetrug und Unterschlagung vorgeworfen. Sie soll bei einem Verfahren im Jahr 2008 falsche Angaben gemacht haben, als es um den Besitz von Mollath ging. Er wollte damals Geld vom Staat für eine Prozesshilfe haben. In diesem Zusammenhang sagte sie sinngemäß, Mollath habe keinen wertvollen Besitz. Mollath hingegen behauptete immer, dieser sei sehr wohl vorhanden. Außerdem soll Petra M. sich Habseligkeiten von Mollath widerrechtlich angeeignet haben - was ihr den Vorwurf der Unterschlagung einbrachte.

Auch dies schmetterte die Staatsanwaltschaft ab. Mollath hatte die Einrichtung seines Hauses an einen Freund für 3000 Euro verkauft, was dieser unserer Zeitung bestätigte. Petra M. hatte, als Mollath untergebracht war, dem Freund den Besitz abgekauft. Der Kaufvertrag liegt der Redaktion vor. In einer ersten Reaktion freute sich Petra M.: "Ich bin erleichtert."

Die Ermittlungen gegen Petra M. laufen schon seit Herbst des vergangen Jahres. Die Dauer zeigt, dass die Ermittler mit großer Akribie vorgingen. Das sieht nach einem großen Aktenberg aus, in dem sich die Staatsanwaltschaft mit allen juristischen Fragen auseinandersetzt hat.

Mollaths Anwalt Strate hat bereits Beschwerde eingelegt und  Akteneinsicht gefordert. Er wundere sich nicht. "Seit elf Jahren werden alle Strafanzeigen von Mollath in Bayern eingestellt."

Foto (Archiv): Wittek
 

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Kommentare

Erwartungsgemäß nach gewohnter Art. Frau M. Sie dürfen die Nebenanklagebank mit gestärkten Rückgrad durch die Richterschaft besetzen! Alle sind höchstgespannt auf Ihre Ausführungen ...