SpVgg unterliegt Ingolstadt II mit 0:1

Zweifelsohne war der Sieg der Gäste verdient. Sie stellten das spielstärkere Team und hatten auch die Mehrzahl an guten Chancen.

Wolfgang Mahr wollte mit seiner Mannschaft trotzdem nicht allzu hart ins Gericht gehen. „Die Mannschaft hat alles versucht und die Partie zumindest nicht kampflos abgegeben“, bilanzierte der Sportliche Leiter der Altstädter die letzte Saisonvorstellung seiner Elf und ergänzte: „Vor dem Hintergrund der angespannten Personalsituation war einfach nicht mehr drin.“ Dementsprechend nüchtern fiel auch seine Saisonbilanz aus. „Einfach durchwachsen“ sei die abgelaufene Spielzeit gewesen. „Knackpunkt war sicherlich das verlorene Pokalspiel gegen Memmingen. Von da an sind wir nicht mehr auf die Beine gekommen.“

Offensivspiel der SpVgg hakt

Die von Mahr angesprochenen Personalprobleme offenbarten sich gegen Ingolstadt vor allem bei Ballbesitz. Ohne die verletzten Anton Makarenko und Tobias Ulbricht sowie den gesperrten Dominik Schmitt hakte das Offensivspiel gewaltig. Die spielstarken und enorm selbstbewussten Ingolstädter hätten bereits deutlich führen können, noch ehe die weitgehend ideenlosen Altstädter ein einziges Mal gefährlich wurden.

Deren Unzulänglichkeiten im Spielaufbau nutzten die Gäste immer wieder zu gefährlichen Vorstößen. Richtig brenzlig wurde es bei Christof Fenningers (17.) Schuss aus kurzer Distanz, ebenso bei Marcel Schillers 20-Meter-Abnahme – und auch bei Ryoma Watanabes Volley-Versuch (26.). Aber all diese Großchancen versandeten beim besten Altstädter, Torhüter Jonas Hempfling.

Weimar zögert zu lange

Die SpVgg brauchte einen Schnitzer in der FCI-Hintermannschaft, um erstmals gefährlich zu werden. Patrick Weimars geblockter Abschluss in der 31. Minute läutete die beste Phase der Heimelf ein. Nun witterte das Team von Trainer Marc Reinhardt Morgenluft. Doch weder Marius Strangl (34.) per Heber noch Michael Krämer aus acht Metern freistehend brachten das Runde ins Eckige. Ebenso erging es auch Patrick Weimar (41.), der aussichtsreich zu lange zögerte, und auch Kristian Böhnlein (42.), der aus der Distanz Maß nahm und knapp verfehlte.

Das offensive Bemühen blieb ein Strohfeuer. Denn in Halbzeit zwei gelang der SpVgg nach vorne kaum noch etwas. Die Gäste eröffneten mit einer Doppelchance von Sammy Ammari – Hempfling reagierte geistesgegenwärtig –, hatten die Partie dann im Griff und setzten in der 75. Minute zum entscheidenden Schlag an: Simon Ollert brauchte aus kurzer Distanz nur sein langes Bein, um den Ball über die Linie zu drücken. Der SpVgg muss man zu Gute halten, sich danach nicht aufgegeben zu haben. Sie mobilisierte noch einmal letzte Reserven und erarbeitete sich noch eine Großchance: Robin Renger (86.) aber zielte aus halblinker Position über den Kasten des wenig beschäftigten Florian Schwaiger.

Drei Neuzugänge präsentiert

Ungeachtet des rein sportlich gesehen mäßigen Ausklangs gab es dann doch noch Grund zur Freude im Altstädter Lager: Mit Außenverteidiger Johannes Golla (21 Jahre) vom FC Schweinfurt 05, Innenverteidiger Julian Kolbeck (23) von der SpVgg Greuther Fürth II und Stürmer Patrick Hobsch (22) vom SV Seligenporten präsentierten die Altstädter bei der anschließenden Pressekonferenz gleich drei Neuzugänge.

SpVgg Bayreuth: Hempling – Wolf, Weber, Dengler, Horter (67. Seiter) – Strangl (90. Lindner), Krämer, Böhnlein, Renger, Weimar (63. Michaelis) – Glasner.

FC Ingolstadt II: Schwaiger – Götzendörfer, Dantscher, Leo, Rinderknecht – Nicklas (71. Reislöhner), Gashi, Watanabe, Schiller – Hasenhüttel (46. Ammari), Fenninger (56. Ollert).

SR: Angelika Söder (Ochenbruck);

Zuschauer: 311; Ecken: 2:8.;

Tor: 0:1 Ollert (75.).

Gelbe Karten: Wolf, Krämer/Nicklas.

Nicht bewertet

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