SpVgg-Traumstart nach 3:1-Sieg perfekt

Eine schöne Momentaufnahme: Hinter den beiden großen Favoriten FC Schweinfurt 05 und TSV 1860 München reiht sich die Altstadt vor dem ersten Auswärtsauftritt beim VfR Garching am kommenden Samstag (13 Uhr) an dritter Position ein.

Bei den Altstädtern gab es keine Experimente: Trainer Marc Reinhardt hielt an der erfolgreichen Anfangsformation fest, die das 2:0 gegen den FV Illertissen zum Saisonstart festgezurrt und für den ersten Auftaktsieg in der Regionalliga überhaupt gesorgt hatte. Doch brauchte seine Truppe erst eine ganze Weile, um das Vertrauen zurück zu zahlen und sich vom Anfangsdruck der Schanzer zu befreien, denen man deutlich anmerkte, dass sie gewillt waren, ihre jüngste 0:5-Pleite bei der zweiten Garnitur des FC Bayern München vergessen zu machen.

Altstädter Umschaltspiel greift wieder

Die erste Torannäherung verzeichneten dann aber doch die Bayreuther: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld leitete Ivan Knezevic das Spielgerät weiter auf den frei durchgelaufenden Anton Makarenko, doch wurde dem Deutsch-Ukrainer im letzten Moment der Ball vom Fuß gestochert (7.). Und auf einmal griff es wieder, das Altstädter Umschaltspiel. Der Abwehrverbund wurde bis auf wenige unbestraft bleibende Wackler immer sicherer, das Mittelfeld um den deutlich verbesserten, lauffreudigen und einsatzwilligen Kapitän Kristian Böhnlein setzte die schnellen Spitzen geschickt ein. Wobei sich besonders der freche Youngster Darius Held hervor tat.

An der letzten Genauigkeit fehlte es allerdings noch. Bis zur 38. Minute: Da nahm der auffällige Makarenko nach einem weiteren zügig vorgetragenen Angriff Maß, und der Ball schlug aus 22 Metern unhaltbar für den bis dahin unbeschäftigten Ingolstädter Torhüter Fabijan Buntic im linken unteren Eck ein. Der Treffer zeigte Wirkung bei den Schanzern. Nach einem Ballverlust von Ryoma Watanabe lief Patrick Hobsch alleine auf das FCI-Tor zu, doch anstatt selbst abzuziehen, legte er uneigennützig für den durchgelaufenen Makarenko auf, der aus zehn Metern aber an einem auf der Torlinie stehenden Gästeverteidiger scheiterte (44.), so dass es bei der dünnen Führung blieb.

Die freilich hätte Hobsch bereits nach 100 Sekunden des zweiten Durchgangs ausbauen können, als er nach einem weiteren Alleingang auf Vorlage von Makarenko Torwart Buntic schon überwunden hatte, aber am Pfosten scheiterte.

Glänzende Kombination führt zum 2:0

Das Missgeschick machte der Angreifer aber nur eine Zeigerumdrehung später wett: Eine glänzende Kombination mit Makarenko im Strafraum schloss der Ex-Seligenportener mit seinem zweiten Saisontor und dem angesichts der hohen Temperaturen bereits früh Weichen stellenden 2:0 ab (48.). Und als dann Makarenko seine Glanzleistung mit einem Tor der Extraklasse zum 3:0 krönte, war die Messe für die Schanzer gelesen. Aus 20 Metern jagte der Mittelfeldspieler vom linken Strafraumeck einen an Böhnlein verwirkten Freistoß in den rechten oberen Winkel (60.). Den Applaus des Publikums bei seiner Auswechslung in der 73. Minute hatte er sich redlich verdient.

Es sprach für die Altstädter, dass sie gegen eine zusehends resignierende Reserve des Bundesliga-Absteigers nicht nachließen, sondern stets bemüht waren, den Vorsprung noch deutlicher zu gestalten. Doch machte sich das hohe Tempo nun bemerkbar, und angesichts des klaren Vorsprungs fehlte es auch ein wenig an der letzten Konsequenz. Das Ingolstädter Ehrentor (85.) war zu verschmerzen, kam es doch für eine Wende viel zu spät.

SpVgg Bayreuth: Hempfling – Dengler, Kolbeck, Weber – Held, Makarenko (73. Renger), Böhnlein, Wolf (63. Schmitt), Golla – Hobsch, Knezevic (78. Weimar).

FC Ingolstadt 04 II: Buntic – Langen, Gerlspeck, Grauschopf, Jalinous – Suljic, Watanabe, Kotzke, Nicklas – Hasenhüttl (58. Reislöhner), Rizzo.

SR: Hanslbauer (Zirndorf); Zuschauer: 1124; Ecken: 4:5.

Tore: 1:0 Makarenko (38.), 2:0 Hobsch (48.), 3:0 Makarenko (60.), 3:1 Jalinous (85.).

Gelbe Karten: Wolf, Knezevic / Langen.

Nicht bewertet

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